Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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Förderung von Beratungen zum Energiespar-Contracting

Das Förderprogramm „Beratungen zum Energiespar-Contracting“ unterstützt Antragsteller dabei, eine unabhängige und qualifizierte Contracting-Beratung in Anspruch zu nehmen und dadurch bestehende Energieeinsparpotenziale in den eigenen Liegenschaften zu erschließen.

Beratungsgespräch mit drei Personen Quelle: © Fotolia.com/Jeanette Dietl

Das Förderprogramm soll Interessierte unterstützen, Energiesparprojekte mittels Contracting umzusetzen. In einem ersten Arbeitsschritt überprüft deshalb ein vom BAFA zugelassener Experte (Projektentwickler) die Liegenschaften und Anlagen des Auftraggebers dahingehend, ob Sie sich grundsätzlich für Effizienzmaßnahmen im Zuge von Contracting eignen und gibt Empfehlungen zum potenziell zielführendsten Energiesparmodell ab (Orientierungsberatung). Aufbauend auf dieser Analyse unterstützt der Experte in einem zweiten Schritt entweder die Umsetzung eines Energiespar-Contracting-Projekts (Umsetzungsberatung) oder, sofern sich dieses als nicht geeignet erweist, die Ausschreibung anderer Contracting-Modelle (Ausschreibungsberatung). Die Orientierungsberatung sowie entweder die Umsetzungs- oder die Ausschreibungsberatung werden gefördert.

Projektentwickler, die im Rahmen des Förderprogramms tätig sind, müssen die Zulassung beim BAFA und Ihre Qualifikationen und Erfahrungen nachweisen.

Fortbildungen, die ein Projektentwickler erfolgreich absolvieren muss, wenn er nicht über die nötige praktische Erfahrung verfügt, müssen vom BAFA anerkannt sein.

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Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind

  • Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise),
  • sich mehrheitlich in kommunalem Eigentum befindliche Unternehmen und Einrichtungen,
  • gemeinnützige Organisationen,
  • anerkannte Religionsgemeinschaften sowie
  • kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Die Antragsteller müssen Eigentümer der Immobilien und Liegenschaften sein, die Beratungsgegenstand sein sollen. Die Energiekosten müssen mindestens 100.000 Euro (brutto) betragen. Zur Erreichung der Energiekostengrenze besteht auch die Möglichkeit eines sogenannten „Poolings“. Nähere Details finden Sie im „Merkblatt zur Antragstellung“ und im „Merkblatt zum Pooling.

Gegenstand und Höhe der Förderung

Orientierungsberatung

Förderfähig sind Ausgaben für Beratungsleistungen eines beim BAFA zugelassenen Experten (Projektentwicklers), einschließlich der Ausgaben für die Erstellung der Abschlussberichte beziehungsweise der Erstellung der Leistungsbeschreibung. Die Förderung erfolgt als Projektförderung auf Ausgabenbasis in Form einer Anteilsfinanzierung und wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss an den Antragsteller gewährt.

Je Antragsteller und Standort können eine Orientierungsberatung und entweder eine Umsetzungsberatung oder eine Ausschreibungsberatung gefördert werden.

Die Orientierungsberatung soll dem Antragsteller anhand einer Erstanalyse der vorhandenen Immobilien, Liegenschaften oder Anlagen das Energiespar-Contracting und das Energieliefer-Contracting mit ihren Anwendungsmöglichkeiten sowie ihren Vor- und Nachteilen in einem Überblick darstellen und ihm Entscheidungshilfen hinsichtlich der Wahl der genannten Modelle im Vergleich zu einer Eigendurchführung bieten.

  • Förderhöhe: 80 % der zuwendungsfähigen Beratungsausgaben (Nettoberaterhonorar), maximal 2.000 Euro

Umsetzungsberatung

Im Rahmen der Umsetzungsberatung steht der Projektentwickler dem Antragsteller bei der Umsetzung eines Energiespar-Contracting-Projekts beratend und unterstützend zur Seite.

  • Förderhöhe für Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise), Unternehmen und Einrichtungen, die sich mehrheitlich in kommunalem Eigentum befinden, sowie gemeinnützige Organisationen und Religionsgemeinschaften: 50 % der zuwendungsfähigen Beratungsausgaben (Nettoberaterhonorar), maximal 12.500 Euro
  • Förderhöhe für kleine und mittlere Unternehmen: 30 % der zuwendungsfähigen Beratungsausgaben (Nettoberaterhonorar), maximal 7.500 Euro

Ausschreibungsberatung

Bei der Ausschreibungsberatung ist der Projektentwickler dem Antragsteller bei der Erstellung einer Leistungsbeschreibung für die Ausschreibung eines Contracting-Projekts, das kein Energiespar-Contracting-Projekt ist, behilflich.

  • Förderhöhe: 30 % der zuwendungsfähigen Beratungsausgaben (Nettoberaterhonorar), maximal 2.000 Euro

Weitere Informationen zu den einzelnen Beratungsmöglichkeiten und Zuwendungsvoraussetzungen finden Sie im „Merkblatt zur Antragstellung“.

Auswahl des Projektentwicklers

Es können nur Beratungen von Projektentwicklern gefördert werden, die vom BAFA zugelassen sind. Alle zugelassenen Projektentwickler sind in einer Liste aufgeführt. Projektentwickler müssen die Zulassung beim BAFA beantragen.

Es obliegt dem Antragsteller einen zugelassenen Projektentwickler auszuwählen. Vor Erhalt des Zuwendungsbescheids darf jedoch kein verbindlicher Vertrag mit dem Projektentwickler geschlossen werden. Das Einholen von Angeboten oder Kostenvoranschlägen von Projektentwicklern ist allerdings vor Antragstellung und Erhalt des Zuwendungsbescheids gestattet.

Bitte beachten Sie, dass das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nicht für die Qualifikation der Projektentwickler und für die Qualität und Förderfähigkeit der erbrachten Beratungsleistung bürgen können. Jede Förderentscheidung unterliegteiner eigenen, individuellen Prüfung. Daher empfehlen wir, sich vor Vertragsschluss von der Kompetenz eines Projektentwicklers selbst zu überzeugen.

Antragsverfahren

Die Antragstellung ist ausschließlich elektronisch über das beim BAFA eingerichtete Online-Antragsformular möglich. Bei der Antragstellung kann gegebenenfalls der Upload weiterer Dokumente erforderlich sein. Der Antrag wird durch das Absenden elektronisch an das BAFA übermittelt. Das Antragsformular und die ergänzenden PDF-Formulare sind auf der Homepage des BAFA hinterlegt. Näheres zur Antragsstellung erfahren Sie auch im „Merkblatt zur Antragstellung“.

Nach Erteilung des Zuwendungsbescheids können Sie mit der Maßnahme beginnen. Der Bewilligungszeitraum beträgt zwölf Monate. Innerhalb dieser Zeit muss auch der Beratungsbericht erstellt werden. Beratungsberichte müssen den Inhalten und Kriterien des „Merkblatts über die Anforderungen an Beratungsberichte“ entsprechen.

Ist die Maßnahme abgeschlossen muss der Verwendungsnachweis inklusive Beratungsbericht (ebenfalls online) eingereicht werden. Dies muss innerhalb von drei Monaten nach Ende des Bewilligungszeitraums geschehen. Näheres zum Verwendungsnachweis regelt das Merkblatt zum Verwendungsnachweis.

Häufige Fragen

Allgemeine Fragen

Was ist Gegenstand der Förderung?

Gefördert wird Beratung zum Energiespar-Contracting durch einen zugelassenen, unabhängigen Experten, dem sogenannten Projektentwickler.

Förderfähig sind je Antragsteller und Standort

  • eine Orientierungsberatung (Erstanalyse über Contracting-Eignung) und
  • entweder eine Umsetzungsberatung (für ein Energiespar-Contracting-Projekt) oder eine Ausschreibungsberatung (falls andere Contracting-Modelle sinnvoller sind)

Wer kann eine Förderung beantragen?

Antragsberechtigt sind:

  1.  Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise), sich mehrheitlich in kommunalem Eigentum befindliche Unternehmen und Einrichtungen sowie gemeinnützige Organisationen und anerkannte Religionsgemeinschaften.
  2. Unternehmen, die sich mehrheitlich in Privateigentum befinden und die KMU-Kriterien der Empfehlung der EU-Kommission erfüllen. Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben.

Die Antragsteller müssen Eigentümer der Immobilien und Liegenschaften sein, für die Beratungsleistungen erfolgen sollen. Die Energiekosten (Wärme, Strom, Wasser) der Objekte, die Beratungsgegenstand sind, sollen zusammen wenigstens 100.000 Euro pro Jahr betragen. Im Einzelfall können auch Objekte mit geringeren Energiekosten zugelassen werden, sofern deren besondere potentielle Contracting-Eignung durch den Projektentwickler dargelegt werden kann. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, sich bei geringeren Energiekosten mit anderen Antragstellern der gleichen Art zu einem Pool zusammenzuschließen. Die Details dieses sogenannten „Poolings“ sind im Merkblatt Pooling geregelt.

Sind auch Stadtstaaten wie Hamburg, Berlin oder Bremen für das Förderprogramm antragsberechtigt?

Laut der Förderrichtlinie sind Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise) antragsberechtigt, der Bund, die Länder und ihre jeweiligen Einrichtungen jedoch nicht. Da Stadtstaaten wie Hamburg, Berlin oder Bremen kreisfreie Städte und zugleich Bundesländer sind und sowohl gemeindliche als auch staatliche Aufgaben erfüllen, stellt sich die Frage nach deren Antragsberechtigung.

 Im Rahmen des Förderprogramms gilt deshalb Folgendes:

Die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sind dann antragsberechtigt, wenn Förderanträge durch die Bezirksämter (in Vertretung des jeweiligen Landes) gestellt werden, da diese überwiegend für örtliche Verwaltungsaufgaben zuständig sind. Für das Land Bremen gilt abweichend, dass Förderanträge für die Stadtgemeinde Bremen durch den Senat der Freien Hansestadt Bremen (in Ermangelung entsprechender Bezirksämter) und für die Stadtgemeinde Bremerhaven durch den Magistrat der Stadt Bremerhaven gestellt werden müssen. Nicht gefördert werden können in allen oben genannten Stadtstaaten jedoch Beratungen für landeseigene Liegenschaften, deren Nutzung vollständig einer Landesaufgabe beziehungsweise Landeseinrichtung zugeordnet werden kann (zum Beispiel Universitäten und Hochschulen, Landesgerichte, Landesrundfunkanstalt etc.). Ob eine Liegenschaft vollständig einer Landesaufgabe/Landeseinrichtung zugeordnet werden kann und somit die Contracting-Beratung zu dieser Liegenschaft nicht förderfähig ist, entscheidet die Bewilligungsbehörde jeweils im Einzelfall.

Wann gelten wir als KMU?

Mitarbeiterzahl kleiner als 250 und Jahresumsatz des Unternehmens kleiner als 50 Millionen Euro oder Bilanzsumme des Unternehmens kleiner als 43 Millionen Euro

Die Werte sollen sich auf das letzte abgeschlossene Geschäftsjahr, für welches Zahlen vorliegen (zum Beispiel letzter Jahresabschluss) beziehen. Ist Ihr Unternehmen mit anderen Unternehmen wirtschaftlich miteinander verbunden (Verbundene Unternehmen/Partnerunternehmen) muss dies gegebenenfalls bei den oben genannten Kriterien anteilig berücksichtigt werden. Weitere Informationen finden Sie im Benutzerleitfaden zur Definition von KMU (PDF, 1,72MB, Datei ist nicht barrierefrei).

Wie findet man einen zugelassenen Projektentwickler?

Zugelassene Projektentwickler werden kostenlos auf einer BAFA-Liste zugelassener Projektentwickler geführt, die auf der Internetseite des BAFA veröffentlicht ist.

Wie wird gefördert und in welcher Höhe?

1. Orientierungsberatung

Alle Antragsteller: 80 % der förderfähigen Beratungsausgaben (Nettoberaterhonorar); Höchstzuschuss: 2.000  Euro

2. Umsetzungsberatung

Kommunen (Städte, Gemeinden, Landkreise), Unternehmen und Einrichtungen in mehrheitlichem kommunalem Eigentum, gemeinnützige Organisationen, Religionsgemeinschaften: 50 % der förderfähigen Beratungsausgaben (Nettoberaterhonorar); Höchstzuschuss: 12.500 Euro

Kleine und mittlere Unternehmen in mehrheitlichem Privateigentum: 30 % der förderfähigen Beratungsausgaben (Nettoberaterhonorar); Höchstzuschuss: 7.500 Euro

 3. Ausschreibungsberatung

Alle Antragsteller: 30 % der förderfähigen Beratungsausgaben (Nettoberaterhonorar); Höchstzuschuss: 2.000 Euro

Kann die Beratung gleichzeitig aus anderen Förderprogrammen des Bundes und der Länder öffentlich gefördert werden?

Nein, die Förderung von Beratungen entsprechend dieser Richtlinie schließt aus, dass andere Programme des Bundes oder der Bundesländer, in deren Rahmen eine Beratung zu Contracting gefördert wird, in Anspruch genommen werden. Für investive Maßnahmen im Rahmen der Umsetzung von Contracting-Projekten dürfen hingegen weitere Förderprogramme des Bundes oder der Bundesländer genutzt werden.

Was versteht man unter einer „De-Minimis“-Beihilfe?

Als „De-Minimis“-Beihilfen gelten Beihilfen, die von einem EU-Mitgliedstaat an ein Unternehmen vergeben werden und deren Betrag als geringfügig anzusehen ist, weil vermutet wird, dass eine Beeinträchtigung des Wettbewerbs nicht stattfindet. Damit die als „De-minimis“-Beihilfen bezeichneten Subventionen nicht doch zu einer Wettbewerbsverzerrung führen, sind diese auf 200.000 Euro (für Unternehmen im gewerblichen Straßengüterverkehr auf 100.000 Euro) innerhalb von drei Steuerjahren begrenzt.

Ist eine Antragstellung auch möglich, wenn man selbst nicht der Eigentümer der Immobilien oder Liegenschaften ist, für die eine Contracting-Beratung erfolgen soll?

Punkt 3.1 der Richtlinie zur Förderung von Beratungen im Energiespar-Contracting fordert, dass der Antragsteller auch Eigentümer der Immobilien und Liegenschaften sein muss. Diese Regelung wurde vor dem Hintergrund getroffen, dass nur der Eigentümer über bauliche Veränderungen an der Immobilie entscheiden kann. Dadurch soll verhindert werden, dass der Betreiber erst eine Beratung eines Projektentwicklers in Anspruch nimmt, dann jedoch aufgrund eines Widerspruchs des Eigentümers keinen Einspar-Contracting-Vertrag abschließen kann. Eine Umsetzungsberatung ohne anschließenden Vertragsabschluss wird zur Gewährleistung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit der Verwaltung nach Punkt 2.2. der Richtlinie nicht gefördert. Um den Betreiber vor Fehlinvestitionen zu schützen, ist daher die Eingrenzung auf Eigentümer als mögliche Antragsteller erforderlich. Eine aktive Rolle des Betreibers ist dennoch möglich: Antragsteller und Auftraggeber der Beratung ist zwar stets der Eigentümer. Jedoch sind Vereinbarungen im Binnenverhältnis zwischen Eigentümer und Betreiber bezüglich der Befugnisse und Tätigkeiten im Projekt (wie zum Beispiel die Vertretung des Eigentümers durch den Betreiber) jederzeit möglich.

Fragen zum Antragsverfahren

Wo erhalte ich das Antragsformular?

Die Antragstellung ist ausschließlich über das beim BAFA eingerichtete Online-Antragsformular möglich.

Wann ist der Antrag zu stellen?

Der Antrag ist vor Vorhabenbeginn, das heißt vor Abschluss eines Liefer- und Leistungsvertrags mit dem Projektentwickler zu stellen. Planungsleistungen dürfen vor Antragsstellung erbracht werden. Darunter fällt unter anderem ein Kostenvoranschlag oder die Einholung eines Angebotes.

Wie läuft das Förderverfahren beim BAFA ab?

1. Antragstellung

Die Antragstellung ist ausschließlich über das hierfür beim BAFA eingerichtete Online-Antragsformular möglich. Hier müssen Sie gegebenenfalls zusätzlich das Formular über die Contracting-Eignung von Beratungsobjekten, De-Minimis-Bescheinigungen der letzten drei Steuerjahre und/oder eine Vertretungsvollmachtsurkunde (bei Pooling-Projekten) hochladen.

2. Erteilung des Zuwendungsbescheides

Das BAFA bewilligt die Förderung durch Erteilung eines sogenannten Zuwendungsbescheides. Mit dem Vorhaben d.h. dem Abschluss eines Liefer- und Leistungsvertrags mit dem Projektentwickler darf nun begonnen werden.

3. Durchführung der Maßnahme und Verwendungsnachweis

Nach Erhalt des Zuwendungsbescheides hat der Antragsteller ein Jahr Zeit, die bewilligte Maßnahme durchzuführen (Bewilligungszeitraum). In diesem Zeitraum muss auch der Abschlussbericht beziehungsweise die Leistungsbeschreibung fertiggestellt sein. Anschließend, aber spätestens innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Bewilligungszeitraums, ist der Verwendungsnachweis zu erstellen und dem BAFA vollständig per Upload vorzulegen. Der Verwendungsnachweis muss enthalten:

  • die vollständig ausgefüllte Verwendungsnachweiserklärung,
  • die Nachweise über die getätigten förderfähigen Ausgaben (Rechnung des Projektentwicklers und Zahlungsbeweise zum Beispiel Kontoauszüge),
  • jeweils einen Abschlussbericht (gesondert für Orientierungs- und Umsetzungsberatung) beziehungsweise eine Leistungsbeschreibung (nur bei Ausschreibungsberatung) und
  • freiwillig: das Formular über die freiwillige Darstellung des Projekts.

Wann erfolgt die Auszahlung der Fördermittel?

Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt ohne weitere Benachrichtigung nach abgeschlossener Prüfung des vollständigen Verwendungsnachweises.

Wird die Zuwendung immer ausbezahlt oder nur so lange die Fördergelder reichen?

Auf die Gewährung einer Förderung besteht kein Rechtsanspruch, das heißt Zuwendungen können nur gezahlt werden, solange die veranschlagten Haushaltsmittel dafür zur Verfügung stehen. Die Zuwendungsbescheide enthalten einen entsprechenden Vorbehalt.

Fragen zur Beratung durch einen Projektentwickler

Was versteht man unter einer Orientierungsberatung?

Die Orientierungsberatung stellt eine Erstanalyse der vorhandenen Immobilien, Liegenschaften und/oder Anlagen hinsichtlich deren Contracting-Eignung dar und dient als erste Entscheidungshilfe für den Auftraggeber bei der Wahl eines Finanzierungs- und Energiesparmodells. Sie umfasst insbesondere die Datenerhebung, Begehung sowie die Bewertung der Energiesparpotenziale und der Machbarkeit von Energiespar- und Energieliefer-Contracting im Vergleich zu einer Eigendurchführung. Die Orientierungsberatung endet damit, dass der Projektentwickler aufgrund der im Rahmen der Erstanalyse gewonnenen Erkenntnisse eine Handlungsempfehlung zur Auswahl eines Contracting-Modells gibt.

Was versteht man unter einer Umsetzungsberatung?

Die Umsetzungsberatung soll sich im Regelfall an eine Orientierungsberatung anschließen und auf deren Ergebnissen aufbauen. Im Rahmen der Umsetzungsberatung soll der Projektentwickler den Antragsteller bei der Umsetzung eines Energiespar-Contractings beraten und unterstützen, insbesondere bei der inhaltlich-technischen Ausgestaltung des Projekts, der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen und der Vertragsmuster sowie der Durchführung des Vergabeprozesses. Die Umsetzungsberatung endet mit Abschluss eines Energiespar-Vertrags zwischen dem Antragsteller und dem mit der Durchführung des Energiespar-Contractings beauftragten Unternehmen (Contractor). Umsetzungsberatungen, die nicht zum Abschluss eines Energiespar-Contracting-Vertrags führen, können nicht gefördert werden.

Was versteht man unter einer Ausschreibungsberatung?

Im Rahmen der Ausschreibungsberatung soll der Projektentwickler den Antragsteller bei der Erstellung einer Leistungsbeschreibung für die öffentliche Ausschreibung eines Contracting-Projekts, das kein Energiespar-Contracting-Projekt ist, unterstützen. Die Ausschreibungsberatung endet mit der Erstellung einer Leistungsbeschreibung.

Wann kommt eine Ausschreibungsberatung in Frage?

Stellt sich während der Orientierungsberatung heraus, dass die Umsetzung eines Energiespar-Contracting-Projekts nicht empfehlenswert ist, aber andere Formen von Contracting wirtschaftlich wären und zu einer Energieeinsparung führen, so kann anstelle einer Umsetzungsberatung für Energiespar-Contracting auch die Erstellung der Leistungsbeschreibung für ein Vergabeverfahren einer anderen Contracting-Form (Ausschreibungsberatung) erfolgen.

Auf welche Leitfäden soll die Beratung aufbauen?

Die in der Praxis bewährten Leitfäden für Energiespar-Contracting, auf die die Beratung des Projektentwicklers aufbauen soll, sind der „dena-Leitfaden Energiespar-Contracting“ sowie der „Leitfaden Contracting für öffentliche Liegenschaften des Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft undVerbraucherschutz“ ("Hessen-Leitfaden"). Bezugsmöglichkeiten finden Sie im Internet.

Übernimmt das BAFA eine Gewähr für die Qualität der Beratungsleistung der Projektentwickler?

Die Anforderungen an die Projektentwickler im Sinne der Richtlinie werden vom BAFA zwar sorgfältig geprüft, allerdings übernimmt das BAFA keine Gewähr für die Qualifikation der aufgeführten Projektentwickler und für die Qualität und Förderfähigkeit der erbrachten Beratungsleistungen.

Wie muss der Beratungsbericht aussehen?

Details zu den Mindestinhalten der Beratungsberichte für die Orientierungs- und Umsetzungsberatung finden Sie im „Merkblatt über die Anforderungen an Beratungsberichte“. Als Abschlussbericht für die Ausschreibungsberatung dient das erstellte Leistungsverzeichnis.

Darf der Projektentwickler beziehungsweise dessen Unternehmen weitere Leistungen außer Beratungsleistungen bei einem Projekt erbringen?

Nein, weder der Projektentwickler noch sein Unternehmen dürfen bei einem Projekt, bei dem der Projektentwickler tätig wird, weitere Leistungen (wie den Vertrieb, Bau oder Umbau von Produkten - inklusiveEnergie, Gebäuden und/oder Anlagen) mit Ausnahme von Beratungsleistungen anbieten oder erbringen. Dies schließt auch die Erbringung von Leistungen aufgrund bereits bestehender Vertragsverhältnisse zwischen dem Projektentwickler beziehungsweise seinem Unternehmen und dem Auftraggeber ein. Auch Unternehmen, die mit dem Unternehmen des Projektentwicklers verbunden sind, ist es untersagt, im Zusammenhang von Projekten des Projektentwicklers andere Dienste als Beratungsleistungen anzubieten oder zu erbringen.

Informationen zum Thema

Kontakt

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