Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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Energieanalysen von öffentlichen Abwasseranlagen

Abwasseranlage Quelle: © Fotolia.com/Jürgen Fälchle

Ziel der Förderung von Energieanalysen von öffentlichen Abwasseranlagen ist es, die Energieeffizienz von öffentlichen Abwasseranlagen deutlich zu verbessern, indem Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz aufgezeigt und im Anschluss auch umgesetzt werden. Zur Untersuchung können spezialisierte, externe Energieberater hinzugezogen werden. Die unterstützenden Berater müssen nicht durch die Bewilligungsbehörde zugelassen sein. Die gesamte Verantwortung für die durchgeführte Beratung liegt beim Antragsteller. Der durchführende Berater stellt den Antrag und erhält die Zuwendung.

Zum Förderverfahren

Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen, die als Energieberater, vorbehaltlich etwaiger Ausschlussgründe nach Nummer 2.2 der Förderrichtlinie, die folgenden Anforderungen erfüllen und der Bewilligungsbehörde nachweisen:

  • Abschluss eines Hochschul- oder Fachhochschulstudiums in einer einschlägigen Fachrichtung der Ingenieur- oder Naturwissenschaften oder staatlich geprüfter Techniker in einer einschlägigen Fachrichtung oder einen Meisterabschluss in einer einschlägigen Fachrichtung.
  • Abschluss mindestens eines Referenzprojektes, bei dem eine Energieanalyse einer Abwasseranlage eigenverantwortlich durchgeführt wurde. Hierzu ist eine Projektbeschreibung (max. eine A4-Seite) sowie der Auftraggeber einzureichen.
  • Eine mindestens dreijährige hauptberufliche Tätigkeit, bei der praxisbezogene Kenntnisse in der Betriebsoptimierung von Abwasseranlagen erworben wurden.

Bei Antragstellung durch eine juristische Person ist die Energieberatung durch eine entsprechend qualifizierte natürliche Person durchzuführen.

Gegenstand der Förderung

Fördergegenstand ist die Energieanalyse für öffentliche Abwasseranlagen. Förderfähig sind die damit verbundenen Ausgaben für Beraterhonorare. Kommunale Gebietskörperschaften, deren Eigenbetriebe, kommunale Zweckverbände, Unternehmen mit mehrheitlich kommunalem Hintergrund sowie gemeinnützige Organisationsformen sollen bei der Energieanalyse von öffentlichen Abwasseranlagen unterstützt werden.

Die Energieanalyse muss hinsichtlich der Qualität und des Umfangs der erhobenen Daten, der Beschreibung der vorgeschlagenen Maßnahmen sowie des Abschlussberichts mindestens den Anforderungen des Arbeitsblattes DWA-A 216 „Energiecheck und Energieanalyse – Instrumente zur Energieoptimierung von Abwasseranlagen“ entsprechen. Die Energieanalyse muss sich über alle der zum Betrieb der Abwasseranlage erforderlichen Anlagenteile erstrecken. Eine Energieanalyse nur für einzelne Anlagengruppen ist nicht förderfähig.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung wird als Anteilsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses, der an den antragstellenden Berater ausgezahlt wird, gewährt. Sie wird als Projektförderung auf Ausgabenbasis bewilligt. Förderfähig ist jeweils das Netto-Beraterhonorar.

Für eine Energieanalyse von öffentlichen Abwasseranlagen beträgt die Zuwendung bis zu 30 % der förderfähigen Ausgaben, jedoch maximal 30.000 Euro.

Häufige Fragen

Allgemeine Fragen

Was muss für die Antragstellung eingereicht werden?

Der Antrag muss von einem im Förderprogramm zugelassenen Energieberater eingereicht werden. Sofern ein Energieberater noch nicht im Förderprogramm zugelassen ist, ist der Antrag auf Berateranerkennung mit den benötigten Unterlagen zusammen mit dem Förderantrag einzureichen.

Die Förderung ist mit dem Formular „Antrag auf Förderung einer Energieanalyse von öffentlichen Abwasseranlagen“ zu beantragen. Das Formular muss ausgefüllt, unterschrieben und beim BAFA eingereicht werden.

Falls es sich bei dem Beratungsempfänger um eine gemeinnützige Organisation handelt, ist mit dem Antragsformular eine Bestätigung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt vorzulegen.

Handelt es sich bei dem Beratungsempfänger um eine finanzschwache Kommune, ist mit dem Antragsformular ein entsprechender Nachweis beziehungsweise eine Bestätigung der Kommune vorzulegen.

Welche Anforderungen gibt es an die Beraterrechnung?

Die Anforderungen an die Beraterrechnungen sind im „Merkblatt zur Rechnungsstellung, zur Umsatzsteuer und zu weiteren Fördermitteln“ dargestellt.

Dürfen weitere Mittel anderer Beratungsprogramme in Anspruch genommen werden?

Bei einer Förderung nach dieser Richtlinie können nicht zugleich öffentliche Mittel anderer Förderprogramme des Bundes für gleichartige Maßnahmen in Anspruch genommen werden. Eine Förderung der vorgeschlagenen Investitionen ist hiervon nicht betroffen. Bei einer zusätzlichen Förderung mit Mitteln anderer Beratungsprogramme als denen des Bundes (zum Beispiel der Länder) dürfen die gesamten Fördermittel 85 % der förderfähigen Ausgaben nicht übersteigen.

Besteht bei finanzschwachen Kommunen die Möglichkeit einer höheren finanziellen Entlastung?

Sofern es sich bei dem Beratenen um eine finanzschwache Kommunen handelt, die nach jeweiligem Landesrecht ein Haushaltssicherungskonzept aufzustellen hat, kann der Finanzierungsanteil aus Mitteln dieses Förderprogramms und Dritter (das heißt anderer Förderprogramme) maximal 95 % der förderfähigen Ausgaben betragen. Der Anteil der Förderung durch diese Richtlinie beträgt in so einem Fall weiterhin maximal 30 %. Die restlichen 65 % können über Mittel anderer Beratungsprogramme als denen des Bundes (zum Beispiel der Länder) gedeckt werden. Die Verpflichtung zur Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzepts ist dem BAFA durch den Antragsteller nachzuweisen.

Fragen zur Berateranerkennung

Wie bin ich als zugelassener Energieberater im Förderprogramm auffindbar?

Das BAFA veröffentlicht keine eigene Liste der für das Förderprogramm zugelassenen Energieberater. Vorgesehen ist, dass Energieberater sich zukünftig in der Energieeffizienz-Expertenliste eintragen lassen können.

Informationen zum Thema

Kontakt

  • Energieanalyse von öffentlichen AbwasseranlagenBundesamt für Wirtschaft und AusfuhrkontrolleReferat 525 – Kältetechnik, Energieeffizienz Kommunen Frankfurter Straße 29 – 35 65760 Eschborn Telefon: 06196 908-1005ErreichbarkeitMontag bis Donnerstag: 08:30 Uhr – 16:00 Uhr
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