Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Hinweis zum Datenschutz

Der Schutz personenbezogener Daten ist uns ein wichtiges Anliegen. Daher werden auf dieser Website Nutzungsdaten nur in anonymisierter Form zu Optimierungszwecken gesammelt und gespeichert.

Berater

Vom Bund geförderte Energieberatungen vor Ort sollen Immobilienbesitzern einen sinnvollen Weg aufzeigen, wie sie die Energieeffizienz ihres Wohngebäudes verbessern können. Der Zuschuss wird an Sie als durchführender Energieberater einer geförderten Energieberatung für Wohngebäude gezahlt. Dazu müssen Sie jedoch zuvor vom BAFA als Berater zugelassen worden sein. Die Erstregistrierung als Energieberater können Sie hier durchführen.

Sie sind bereits als Energieberater zugelassen? Dann können Sie sich hier im Online-Portal anmelden.

Zum Förderverfahren

Zulassung als Energieberater

Zuschussanträge können Sie nur stellen, wenn Sie als Berater im Rahmen des Förderprogramms zugelassen sind. Dafür müssen Sie dem BAFA nachweisen, dass Sie die fachlichen Voraussetzungen nach Nr. 3 der Richtlinie bzw. dem Merkblatt „Anforderungen an die Zusatzqualifikation von Energieberatern im Rahmen des Förderprogramms“ erfüllen. Für die Zulassung als Energieberater sind zwingend zwei Schritte erforderlich:

  1. Schritt: „Registrierung im Online-Portal“:
    Klicken Sie auf den Link „Registrierung als Berater“ (siehe auch unter Formulare). Im nächsten Fenster wählen Sie „Jetzt registrieren“ und folgen dann den weiteren Schritten. Sie erhalten anschließend eine E-Mail mit Aktivierungslink.
  2. Schritt: Zulassung für das Förderprogramm „Energieberatung Wohngebäude“:
    Nachdem Sie den Aktivierungslink betätigt haben, können Sie sich mit Ihrer Beraternummer (=Benutzerkennung) und Ihrem Passwort im Online-Portal anmelden. Füllen Sie die notwendigen Angaben bei Ihren Stammdaten (hierzu gehören auch Bankverbindung sowie Firma) aus und speichern Sie diese ab. Anschließend wählen Sie den Menüpunkt „Zulassungen“ > „Zulassung für das Förderprogramm Energieberatung Wohngebäude“ und folgen den weiteren Schritten. Halten Sie die erforderlichen Zeugnisse und Qualifikationsnachweise als PDF-Dateien bereit.

Ihr Antrag auf Zulassung wird anschließend vom BAFA geprüft; über das Online-Portal erhalten Sie Nachricht über das Ergebnis der Prüfung, ggf. sind weiteren Unterlagen im BAFA einzureichen.

Förderhöhe

Zuschuss in Höhe von 60 % des zuwendungsfähigen Beratungshonorars; maximal 800 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.100 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten.

Zuschuss in Höhe von maximal 500 Euro für zusätzliche Erläuterung eines Energieberatungsberichts in Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung.

Ablauf des Förderverfahrens

Das gesamte Förderverfahren wird elektronisch geführt.

  1. Nach Erhalt eines Auftrags zur Durchführung einer Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung) stellen Sie beim BAFA über das Online-Portal einen Zuschussantrag. Bitte beachten Sie, dass der Antrag gestellt werden muss, bevor Sie einen der Ausführung des Vorhabens zuzurechnenden Leistungsvertrag abschließen.
  2. Sie erhalten einen Zuwendungsbescheid und haben nunmehr neun Monate Zeit, die Energieberatung durchzuführen, das heißt einen Energieberatungsbericht anzufertigen und diesen dem Kunden auszuhändigen und zu erläutern. Außerdem sind spätestens drei Monate nach Ablauf des Bewilligungszeitraums der Energieberatungsbericht, die Rechnung, der Zahlungsnachweis (z. B. in Form eines Kontoauszugs) sowie die von Ihnen und Ihrem Kunden unterschriebene Verwendungsnachweiserklärung im BAFA einzureichen (deren Abruf erfolgt unter der entsprechenden Vorgangsnummer im Online-Portal).
  3. Nach Prüfung sämtlicher Verwendungsnachweisunterlagen wird bei Vorliegen der Fördervoraussetzungen der Zuschuss an Sie ausgezahlt.

Energieberatungsbericht

Die Ausarbeitung eines Energieberatungsberichts bildet den Schwerpunkt einer Energieberatung für Wohngebäude. Der Energieberatungsbericht soll dem Kunden einen umfassen Eindruck vom energetischen Zustand des Gebäudes vermitteln und ihm als Grundlage für Modernisierungsentscheidungen dienen.

Je nach der Interessenlage des Kunden bestehen zwei Möglichkeiten, welchen Inhalt der Energieberatungsbericht haben muss.

Sie erstellen auf Wunsch des Kunden ein energetisches Sanierungskonzept (z. B. in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans), das entweder

  • die Gesamtsanierung in einem Zuge zu einem KfW-Effizienzhaus darstellt oder
  • aufzeigt, wie das Gebäude Schritt-für-Schritt über einen längeren Zeitraum durch aufeinander angestimmte Maßnahmen umfassend energetisch saniert und der Primärenergiebedarf so weit wie möglich gesenkt werden kann.

Das BAFA will Sie bei der Erstellung eines richtlinienkonformen Energieberatungsberichts unterstützen. Es bietet Ihnen daher das „Merkblatt für die Erstellung eines Beratungsberichts“ an das Ihnen helfen sollen, nichts Wichtiges bei der Ausarbeitung des Energieberatungsberichts zu vergessen.

Energieeffizienz-Expertenliste

In diese Expertenliste, die von der Deutschen Energie-Agentur (dena) im Auftrag des Bundes geführt wird, können Sie sich für das Förderprogramm “Energieberatung Wohngebäude“ nur eintragen lassen, wenn Sie das BAFA zuvor als Berater zugelassen hat. In diesem Fall geben Sie bitte Ihre Beraternummer bei der dena an, damit Sie in die Liste für die Energieberatung für Wohngebäude aufgenommen werden können.

Vorher müssen Sie aber im Online-Portal des BAFA unter „Stammdaten“ einer Datenweitergabe an die dena zugestimmt haben.

Häufige Fragen

Fragen zum Beratungsbericht

Wo sind die Mindestanforderungen an den Inhalt eines Energieberatungsberichts geregelt?

Die Mindestanforderungen, die bei der Erstellung eines förderfähigen Energieberatungsberichts zu beachten sind, ergeben sich aus dem „Merkblatt für die Erstellung eines Beratungsberichts“.

Ist der Beratungsbericht der mittels des iSFP-Tools erstellt wurde förderfähig?

Ja, als Energieberatungsbericht können beim BAFA die mittels des Tools erstellten Dokumente "Mein Sanierungsfahrplan“ sowie „Umsetzungshilfe für meine Maßnahmen" eingereicht werden. Sie müssen allerdings insgesamt den im Merkblatt formulierten Mindestanforderungen genügen, damit ein Zuschuss ausgezahlt werden kann.

Muss das im Energieberatungsbericht vorgeschlagene KfW-Effizienzhausniveau tatsächlich realisiert werden?

Nein. Der Beratene ist völlig frei in seiner Entscheidung, ob er die im Energieberatungsbericht enthaltenen Vorschläge des Beraters für eine energetische Sanierung in die Tat umsetzt.

Welche Kosten sind unter Gesamtinvestitionskosten zu berücksichtigen?

Die Gesamtinvestitionskosten der energetischen Sanierung entsprechen der Summe aus Instandhaltungskosten sowie energieeffizienzbedingten Mehrkosten. Weitere Informationen finden Sie im iSFP-Handbuch der dena auf Seite 54.

Gibt es eine Vorgabe, welche Nutzungsform erneuerbarer Energien vorgeschlagen werden muss?

Nein. Es gibt keine Vorgabe des BAFA, welche Nutzungsform erneuerbarer Energien zum Einsatz kommen soll. Ist die Nutzung erneuerbarer Energien mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand oder aus sonstigen Gründen nicht möglich, so ist dies im Energieberatungsbericht nachvollziehbar zu begründen. Unbeachtlich ist es, ob der Beratene beabsichtigt, erneuerbare Energien zu nutzen.

Werden im Beratungsobjekt erneuerbare Energien bereits genutzt, erübrigt sich ein Vorschlag hierzu.

Muss die Beratung über eine Gesamtsanierung in einem Zuge immer auf ein KfW-Effizienzhaus gerichtet sein?

Nein. Eine Ausnahme erkennt das BAFA an, wenn die Erreichung eines KfW-Effizienzhausniveaus im Rahmen einer energetischen Sanierung mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand oder aus sonstigen, insbesondere bautechnischen oder rechtlichen Gründen, nicht möglich wäre.

Eine solche Ausnahme ist im Energieberatungsbericht oder auf einem gesonderten Blatt nachvollziehbar zu begründen.

Kann in einem förderfähigen Energieberatungsbericht auf die besonderen Wünsche des Kunden eingegangen werden?

Ja. Im Energieberatungsbericht können auf Kundenwunsch – über die geforderten Mindestinhalte hinaus – zusätzliche Punkte behandelt oder besondere Schwerpunkte gesetzt werden.

Es ist jedoch förderrechtlich unzulässig, einzelne Aspekte, die zu den Mindestanforderungen zählen, unberücksichtigt zu lassen, selbst wenn der Kunde dies wünscht.

Muss eine Bewertung der Wirtschaftlichkeit unter Angabe einer geeigneten Kenngröße im Beratungsbericht aufgezeigt werden?

Nein. Eine Betrachtung der geschätzten Gesamtinvestitionskosten, der Instandhaltungskosten sowie der ermittelten Energiekosten unter Berücksichtigung des ermittelten Verbrauches nach Durchführung der Maßnahmen sind ausreichend.

Wie sind die Energiekosten nach der Sanierung unter Berücksichtigung des ermittelten Verbrauches zu berechnen?

Mit der Nutzung des iSFP-Tools sind die Energiekosten im Ist-Zustand sowie nach der Sanierung unter Berücksichtigung des ermittelten Verbrauches berechnet.

Wenn die Energieberatungssoftware die Energiekosten nach der Sanierung nicht unter Berücksichtigung des ermittelten Verbrauches durchführen kann, muss der Berater manuell durch einen Verbrauch/Bedarf Abgleich die Energiekosten ermitteln.

Beispiel:

Energiekosten im Ist-Zustand nach EnEV- Randbedingungen: 5000 Euro/a
Energiekosten im Ist Zustand nach den ermittelten Verbrauchkosten: 3000 Euro/a

Umrechnungsfaktor= 0,60

Die nach EnEV-Randbedingungen  ermittelten Energiekosten nach der Sanierung müssen mit dem Umrechnungsfaktor multipliziert werden.

Wie sind Angaben zu aktuellen Bundesförderprogrammen darzustellen?

Die Bundesfördermittel müssen objektbezogen (Betrag in Euro bzw. in Prozent) ausgewiesen sein. Die Art der Fördermittel (Zuschuss oder Kredit) sowie deren Höhe (bei Kredit auch Angabe des Zinssatzes und eines etwaigen Tilgungszuschusses) müssen zusätzlich aufgezeigt werden.

Können Energieberatungsberichte nachgebessert werden?

Ja. Stellt das BAFA fest, dass der als Verwendungsnachweis vorgelegte Energieberatungsbericht wesentliche Berichtsmängel enthält, die einer Förderung entgegenstehen, so weist es den Berater zunächst darauf hin. Der Berater erhält dann einmalig Gelegenheit, den Bericht innerhalb einer vom BAFA gesetzten Frist nachzubessern. Ergibt die Prüfung des nachgebesserten Berichts, dass der Zuschuss ausgezahlt werden kann, informiert das BAFA den Berater hierüber. Vor der Zuschussauszahlung muss der Berater dem BAFA allerdings nachweisen, dass er den nachgebesserten Energieberatungsbericht dem Kunden ausgehändigt und ihm die Änderungen erläutert hat. Dazu hat der Berater dem BAFA das von ihm selbst und vom Kunden unterschriebenes Formular „Nachbesserung des Energieberatungsberichts“ vorzulegen.

Gibt das BAFA Auskunft zu Fragen, die vor oder bei der Erstellung eines Beratungsberichtes im Hinblick auf einzelne Mindestanforderungen auftreten?

Ja. Die Fachleute des BAFA stehen selbstverständlich für die Beantwortung von Fragen zum Beratungsbericht zur Verfügung und helfen Ihnen gern weiter. Missverständnisse lassen sich so meist auf einfachem Weg klären.

Informationen zum Mindestinhalt eines Energieberatungsberichts erteilt das BAFA telefonisch unter der Nummer 06196 908-1885.

Spezielle Fragen zur „Schritt-für-Schritt-Sanierung“

Was ist unter einer „Schritt-für-Schritt-Sanierung“ zu verstehen?

Die „Schritt-für-Schritt-Sanierung“ muss aufzeigen, wie das Gebäude über einen längeren Zeitraum durch aufeinander abgestimmte Maßnahmen (Einzelmaßnahme/Maßnahmenkombination) umfassend energetisch saniert und der Primärenergiebedarf so weit wie möglich gesenkt werden kann.

Dabei muss der erste vorgeschlagene Sanierungsschritt grundsätzlich nach einem der einschlägigen Bundesförderprogramme (KfW/BAFA) förderfähig sein. Ist dies wirtschaftlich nicht vertretbar oder aus bautechnischen bzw. baurechtlichen Gründen nicht möglich, bedarf es einer Begründung im Beratungsbericht.

Für alle weiteren Sanierungsschritte sind mindestens die Anforderungen nach EnEV Anlage 3 einzuhalten. Auch insoweit ist eine Begründung im Energieberatungsbericht erforderlich, wenn wirtschaftliche, bautechnische bzw. baurechtliche Gründe entgegenstehen.

Was ist unter einer umfassenden energetischen Sanierung zu verstehen?

Eine umfassende energetische Sanierung erfordert die Betrachtung aller Bauteile der thermischen Hülle sowie der Anlagentechnik mit Nutzung von erneuerbaren Energien.

Ein Sanierungsvorschlag ist erforderlich, wenn

  • der U-Wert eines Bauteils im Ist-Zustand nicht den Anforderungen der EnEV 2002 genügt,
  • die Anlagentechnik älter als 10 Jahre ist oder sie bislang keine Nutzung von erneuerbaren Energien integriert.

Werden Teile der Gebäudehülle bzw. der Anlagentechnik nicht betrachtet, ist dies im Energieberatungsbericht zu begründen.

Gründe hierfür können zum Beispiel sein:

  • Bauteil/Anlagentechnik wurde bereits energetisch saniert
  • Baurechtlich oder bautechnisch ist eine energetische Sanierung nicht möglich

Wie sind die Werte des Primärenergiebedarfes, Endenergiebedarfes und der CO2-Emissionen für den Ist-Zustand sowie nach Durchführung der jeweils empfohlenen Sanierungsschritte zu berechnen?

Die Sanierungsschritte müssen aufeinander aufbauen. Dies bedeutet, dass die Berechnungen für jeden Schritt immer auch die Einsparungen aus allen vorherigen Schritten enthalten müssen.

Informationen zum Thema

Publikationen

Rechtsgrundlagen

Formulare

Als bereits registrierter bzw. anerkannter Berater können Sie sich über den Login im Online-Portal anmelden. Unter dem Menüpunkt „Anträge“ haben Sie die Möglichkeit einen Antrag auf Förderung einer Vor-Ort-Beratung zu stellen, Unterlagen zu Vorgängen hochzuladen sowie die Verwendungsnachweiserklärung abzurufen.

Über „Registrierung als Berater“ können Sie sich im Online-Portal als Berater registrieren (Erstregistrierung).

Kontakt

  • Energieberatung für WohngebäudeBundesamt für Wirtschaft und AusfuhrkontrolleReferat 512 – Energieberatung für Wohngebäude, Energieberatung Mittelstand Frankfurter Straße 29 – 35 65760 EschbornAllgemeine Fragen zur Energieberatung für Wohngebäude Telefon: 06196 908-1880 Fax: 06196 908-1800Fragen zum Inhalt des Energieberatungsberichts Telefon: 06196 908-1885Fragen zur Beraterzulassung Telefon: 06196 908-2650ErreichbarkeitMontag bis Donnerstag: 08:30 Uhr – 16:00 Uhr
    Freitag: 08:30 Uhr – 15:00 Uhr
    Zum Kontaktformular