Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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Einsparzähler (Pilotprogramm)

Haus mit Smart-Home Technologie Quelle: © Fotolia.com/Christian Delbert

Um den Trend zur Digitalisierung auch für Energieeffizienz nutzbar zu machen, werden im Rahmen dieses Programms Unternehmen und Unternehmenskonsortien gefördert, die bei Endkunden innovative Pilotprojekte zur Einsparung von leitungsgebundenen Energien wie Strom, Gas, Wärme und Kälte auf Basis verschiedener Technologien und bei unterschiedlichen Anwendergruppen erproben, demonstrieren und in den Markt einführen wollen.

Innerhalb der jeweiligen Pilotvorhaben sollen Energieverbrauchsdaten geräte- oder anlagengruppenscharf erfasst und auf dieser Basis Energieeinsparpotentiale IT-gestützt und individualisiert ermittelt werden.

Darauf aufbauend sollen innovative Energiedienstleistungen erprobt werden, die die erhobenen Informationen in Beratungs- und Informationsangebote „übersetzen“,  gegebenenfalls in Verbindung mit ergänzenden Dienstleistungen, Finanzierungsmodellen oder sonstigen Mehrwertdiensten für die Realisierung von Effizienzmaßnahmen.

Wesentliche Eckpunkte sind:

  • Förderfähig sind Unternehmen, die bei Dritten (Kunden) Energieeinsparungen bewirken.
  • Die Antragstellung steht im Grundsatz jedem befähigten Unternehmen oder Unternehmenskonsortium offen.
  • Gefördert werden Projekte, die Strom, Gas, Wärme oder Kälte bei Dritten einsparen. Dabei ist unerheblich, ob die Einsparungen durch Verhaltens- oder Nutzungsänderungen, geänderte Prozesse und Betriebsabläufe, Wartungsmaßnahmen oder investive Maßnahmen wie zum Beispiel den Austausch von Geräten und Anlagen erzielt werden.
  • Die antragstellenden Unternehmen müssen zweifelsfrei nachweisen, dass und in welcher Höhe Energie eingespart wird.
  • Der förderfähige Projektzeitraum beträgt bis zu 5 Jahren.
  • Im Rahmen des Förderprogramms kann pro Antragsteller bis zu 1 Million Euro mit einer Förderintensität von 25 % bis zu 50 % ausgeschüttet werden, zur Hälfte auszahlbar auf Grundlage nachgewiesener Projektkosten sowie zur anderen Hälfte auf der Grundlage erwiesenermaßen eingesparter kWh.

Weitere Antragsformulare und technische Merkblätter, welche die in der Förderbekanntmachung definierten allgemeinen Fördervoraussetzungen konkretisieren, können zeitnah hier heruntergeladen werden.

Häufige Fragen

Allgemeine Fragen

Was ist das Ziel der Förderrichtlinie?

Ziel dieser Richtlinie ist es, den Trend zur „Digitalisierung“ auch für Energieeffizienz nutzbar zu machen,

  • eine neue Kategorie von besonders kostengünstigen und erfolgsorientierten Energiespar-Angeboten dem Endkunden zugänglich gemacht werden (individualisierte Informationsangebote für optimierten Betrieb und Wartung),
  • die technischen und methodischen Grundlagen und die Quantifizierung von Energieeinsparungen zu verbessern sowie damit verbundene Transaktionskosten zu senken
  • und innovative Pilotprojekte zur Entwicklung, Demonstration und Markteinführung von neuartigen Energieeffizienzdienstleistungen und Erprobung von Mehrwertdiensten für Effizienz zu ermöglichen.

Wie soll dieses Ziel durch die Pilotprojekte erreicht werden?

Die Pilotprojekte sollen erstens Folgendes leisten:

  • eine mindestens gerätegruppen- oder anlagengruppenscharfe Messung und Darstellung von Energieverbräuchen beim Kunden,
  • darauf basierend die Bereitstellung individualisierter Energiespartipps,
  • die Motivation des Endkunden zur Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen bzw. Verhaltensänderungen zur Senkung des Energieverbrauchs,
  • der Nachweis nach Durchführung einer Energiesparmaßname und die Quantifizierung der Energieeinsparung („vorher-nachher“-Messung),
  • die displaygestützte Darstellung der eingesparten Energiemengen und -kosten,
  • die Erprobung von innovativen Mehrwertdiensten für Energieeffizienz,
  • die Erfassung etwaiger Rebound-Effekte sowie ggf. Hinweise zu dessen Verringerung.

Idealerweise soll in einem zweiten Schritt darauf aufbauend die Entwicklung und Demonstration von Anwendungen (Softwarelösungen u.a.) für intelligente Messsysteme gemäß BSI-Standard (Schutzprofile und Technische Richtlinien für Smart Meter Gateways) zur Veranschaulichung und nachhaltigen Hebung der in aufgezeigten Potenziale stattfinden.

Welche Maßnahmen sind förderfähig?

Mit dem Förderprogramm „Pilotprogramm Einsparzähler“ soll die Entwicklung vom Mehrwertdiensten für Energieeffizienz gefördert werden. Dabei sollen bei einem oder mehreren z. B. privaten, öffentlichen oder gewerblichen Kunden Energieeinsparungen initiiert werden. Die erzielten Einsparungen müssen im Rahmen dieses Projektes gemessen und quantifiziert werden. Hierfür sollen intelligente Energiezähler in Form von smarten Software-/Hardware-Kombinationen (sogenannte „Einsparzähler“) zum Einsatz kommen.

Zudem werden mit der Förderbekanntmachung die Entwicklung und Anwendung von Modulen für „Lastmanagement-ready“ und als Mehrwertdienste/Open-Source-Produkte, sowie die Verwendung eines Smart Meter Gateway gefördert.

Welche Projekte können nicht gefördert werden?

Projekte, bei denen die Energieeinsparung nicht durch den Einsparzähler messbar ist oder nicht für den Kunden veranschaulicht bzw. verständlich gemacht wird. Außerdem sind Projekte, die bereits durch andere Zuwendungen des Bundes (teil-)finanziert werden von der Förderung ausgeschlossen.

Welche Voraussetzungen muss mein Pilotprojekt erfüllen?

Pilotprojekte müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ermittlung der „Baseline“ wie im Technischen Merkblatt beschrieben
  • Sicherstellung einer belastbaren Messmethodik und Systemgrenze
  • Geräterkennung
  • Individualisierte Nutzerinformation
  • Erfolgskontrolle
  • IT-Sicherheit und Datenschutz

Weitere Informationen zu den technischen Voraussetzungen finden Sie im Technischen Merkblatt.

Ist eine Einsparung von Kaltwasser im Rahmen des Einsparzähler-Projektes auch förderfähig?

Nein. Es werden nur die folgenden leitungsgebundenen Energien gefördert:

  • Strom
  • Wärme
  • Gas
  • Kälte

Kann ich im Rahmen meines Einsparzähler-Programms auch eine schon existierende Messlösung verwenden oder muss das Messsystem komplett neu entwickelt sein?

Die Nutzung bereits bestehender Hard- und Software im Rahmen eines Einsparzähler-Projekts ist zulässig. Kosten für Entwicklung und den Kauf von Hardware sind nur dann förderfähig, wenn sie nach dem Erhalt des Zuwendungsbescheids anfallen.

Kann ich sowohl als Antragssteller bzw. Teil eines antragsstellenden Konsortiums als auch als Endkunde an einem Einsparzähler-Projekt teilnehmen?

Nein, der Antragssteller bzw. Teilnehmer eines antragsstellenden Konsortiums und der Endkunde dürfen nicht das gleiche Unternehmen sein.

Darf ich als Antragssteller eine Mutter-, Schwester- oder Tochterfirma als Endkunden in ein von mir durchgeführtes Einsparzähler-Projekt integrieren?

Solange die jeweilige Firma nicht als Teil eines Konsortiums an dem Förderantrag direkt beteiligt ist, ist eine Teilnahme als Endkunde zulässig.

Fragen zur Antragstellung

Wer kann einen Antrag stellen?

Grundsätzlich sind alle Unternehmen und Unternehmenskonsortien antragsberechtigt, soweit sie nicht nach Ziffer 3.2 der Förderbekanntmachung zum Pilotprojekt „Einsparzähler“ ausgeschlossen sind.

Nicht antragsberechtigt sind Unternehmen, wenn ein oder mehrere der folgenden Voraussetzungen vorliegen:

  • Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung von Unternehmen in Schwierigkeiten bzw. im Sinne des Artikels 2 Absatz 18 AGVO.
  • Antragsteller, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet worden ist. Dasselbe gilt für Antragsteller und, sofern der Antragseller „eine juristische Person ist, für den Inhaber der juristischen Person, die eine Vermögensauskunft gemäß § 807 der Zivilprozessordnung oder gemäß § 284 der Abgabenordnung abgegeben oder zur Abgabe verpflichtet sind.
  • Unternehmen, die einer Rückforderungsanordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der Kommission zur Feststellung der Unzulässigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt nicht nachgekommen sind.

Was versteht man unter den Begriffen Zuwendung, förderfähige Kosten und Fördersumme?

  • Zuwendungen im Sinne des Haushaltsrechts sind (freiwillige) Leistungen an Stellen außerhalb der Bundesverwaltung zur Erfüllung bestimmter Zwecke (Vergleichend VV-BHO zu § 23 Nr. 1.1). Die Zuwendungen werden auf Grundlage eines positiven Zuwendungsbescheids gewährt.
  • Förderfähige Kosten sind sämtliche Kosten, die direkt oder indirekt dem Einsparzähler-Projekt und den folgenden Kostenarten zugeordnet werden können: Materialkosten, Kosten für Fremdleistungen, Personal- und Reisekosten, sowie Abschreibungen von den Anschaffungspreisen und Herstellkosten und Gemeinkosten. Die förderfähigen Kosten sind im Rahmen der Antragstellung in einer Vorkalkulation darzustellen. Auf Basis der förderfähigen Kosten und dem Fördersatz wird die maximale Fördersumme ermittelt.
    Weitere Informationen und Beispiele zu den förderfähigen Kosten finden Sie im Merkblatt zur Antragstellung.
  • Die Fördersumme ist der Betrag, der auf Grundlage eines positiven Zuwendungsbescheids dem Antragsteller als Zuwendung bewilligt wird. Im Rahmen des Einsparzähler-Projektes sind Projektanträge mit einer minimalen Fördersumme von 10.000 Euro bis zu einer maximalen Fördersumme von 1 Mio. Euro zuzüglich einer etwaigen Förderung für die verbesserte Projektvermarktung nach Ziffer 5.4 der Förderbekanntmachung förderfähig.

Wie werden Einkünfte und Gewinne im Rahmen des Pilotprogramms Einsparzähler behandelt?

Einkünfte und erzielte Gewinne, die im Rahmen des beantragten Pilotprojektes generiert werden, wirken sich nicht zuwendungsmindernd aus. Allerdings sind die Antragsteller verpflichtet dem BAFA am Ende jedes Förderjahres im Rahmen der Verwendungsnachweisprüfung die gesamten Einnahmen und Gewinne aus dem beantragten Pilotprojekt anzuzeigen.

Wie hoch ist die Fördersumme für das Pilotprojekt „Einsparzähler“?

Projektanträge sind mit einer minimalen Fördersumme von 10.000 Euro bis zu einer maximalen Fördersumme von 1 Million Euro zuzüglich einer etwaigen Förderung für die verbesserte Projektvermarktung nach Ziffer 5.4 der Förderbekanntmachung förderfähig. Der maximale Fördersatz beträgt 50 % und gliedert sich in eine Grundförderung in Höhe von 25 %, die sich um 15 Prozentpunkte erhöht, falls das Produktdesign „Open-Source“ verwendet wird und/oder um 10 Prozentpunkte falls der Antragstegsteller ein KMU ist oder sich im antragstellenden Konsortium ein KMU befindet.

Wie ist der Antrag zu stellen?

Bis zur Fertigstellung des beim BAFA geplanten Online-Antragformulars können Anträge über das auf der Website des BAFA als PDF-Datei hinterlegte Antragsformular gestellt werden. Mit der Fertigstellung des Online-Antragsformulars können dann Anträge ausschließlich über dieses Formular gestellt werden. In beiden Varianten muss das Antragsformular elektronisch ausgefüllt, anschließend ausgedruckt und unterschrieben werden, bevor es (elektronisch oder postalisch) dem BAFA übermittelt wird.

Welche Dokumente muss ich bei Antragstellung einreichen?

Neben dem ausgefüllten Antragsformular sind bei der Antragstellung zu jedem Projekt eine Vorkalkulation sowie eine Projektskizze einzureichen. Sofern es sich bei dem Antragsteller um ein Unternehmenskonsortium handelt, muss zudem das Formular für Unternehmenskonsortien beigefügt werden.

Kann ich mehrere Förderanträge stellen?

Das Stellen mehrerer Förderanträge ist möglich.

Fragen zu Projektkosten

Welche Kostenarten können bei der Vorkalkulation angesetzt werden?

Zuwendungsfähig sind folgende Einzelkosten, welche getrennt nach Kostenarten auszuweisen sind:

  • Materialkosten
  • Kosten für Fremdleistungen
  • Personalkosten
  • Reisekosten
  • Abschreibungen von den Anschaffungspreisen oder Herstellkosten auf vorhabenspezifische Anlagen
  • Gemeinkosten (genauere Informationen zu den ansatzfähigen Kosten finden Sie im Merkblatt zur Antragstellung)

Welche Kosten sind als Materialkosten im Sinne der Förderbekanntmachung förderfähig?

Als Materialkosten eines Projektes anrechenbar sind alle für die Erreichung des Zuwendungszwecks (das heißt die Einrichtung eines Pilotprojekts) notwendigen und angemessenen Kosten für die Investition und Installation der Messtechnik einschließlich von Feedback-Technik. Hierzu zählen unter anderem folgende Kosten für die Investition in Mess- und Feedback-Technik:

  • Kosten für den Erwerb oder den Bau von Messzählern
  • Kosten für den Erwerb der für den Betrieb des Messzählers erforderlichen Kommunikations- und Informationstechnik 
  • Kosten für den Erwerb von Bildschirmgeräten zur Information des Endkunden über den Energieverbrauch und Energieeinsparungen
  • Kosten für den Erwerb des erforderlichen IT-Servers des Antragstellers
  • Kosten für den Erwerb von Software zur Messung, Analyse und/oder Aufbereitung der gemessenen Verbrauchsdaten
  • Sonstige für die Vorbereitung und die Durchführung des Einsparzähler-Projekts notwendige Kosten
  • Weitere Informationen zu den förderfähigen Kosten erhalten Sie im Merkblatt zur Antragstellung

Sind die Kosten für eine Installation von Smart Meter Gateways auch dann als Materialkosten förderfähig, wenn der Endkunde zur Einführung eines solchen Smart Meter Gateways verpflichtet ist?

Nein, sofern Endkunden infolge einer gesetzlichen Verpflichtung ein Smart Meter Gateway einführen müssen, sind dort lediglich die Mehrkosten im Sinne dieser Förderbekanntmachung förderfähig, nicht jedoch die Kosten für die ordnungsrechtlich vorgeschriebene Installation von Smart Meter Gateways.

Was sind Kosten für Fremdleistungen im Sinne der Förderbekanntmachung?

Als Kosten für Fremdleistungen eines Projektes anrechenbar sind für die Erreichung des Zuwendungszwecks notwendigen und angemessenen Kosten für die Inanspruchnahme von Diensten Dritter:

  • Kosten für die Installation von Mess- und Feedback-Technik durch Dritte
  • Kosten für die Beauftragung Dritter mit der Installation, Abnahme und/oder Eichung von Mess-, Feedback-, Kommunikations- und/oder Informations-Technik
  • Kosten für den Erwerb von Normen, Lizenzen und technischer Dokumente
  • Kosten für die Inanspruchnahme von für das Projekt erforderlicher Expertise Dritter

Welche Personalkosten sind nicht anrechenbar?

Nicht anrechenbar sind unter anderem folgende Personalkosten:

  • Personalkosten für unterstützende Geschäftsprozesse wie zum Beispiel Geschäftsführung, Buchhaltung, Personalbewirtschaftung, Einkauf, Logistik, Vertrieb und/oder Marketing (diese sind als Gemeinkosten zu veranschlagen)
  • Personalkosten für routinemäßige oder regelmäßige Änderungen an bestehenden Produkten, Produktionslinien, Produktionsverfahren, Dienstleistungen oder anderen laufenden betrieblichen Prozessen, selbst wenn diese Änderungen Verbesserungen darstellen sollten

Wie ermittle ich den Abschreibungsbetrag?

Der Abschreibungsbetrag für Anlagegüter ist unabhängig von den Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz zu berechnen. Er ergibt sich durch Teilung des Anschaffungspreises oder der Herstellkosten durch die Gesamtnutzung. Die mit der Errichtung und Ingangsetzung verbundenen Kosten zählen zu den Anschaffungs- oder Herstellkosten.

Beispiel: Ein Unternehmen erwirbt einen Server zum Kaufpreis von 4500 Euro (Netto). Die Lieferkosten betragen 100 Euro (Netto). Für die Erstinstallation durch einen Techniker zahlt das Unternehmen 400 Euro (Netto). Die Nutzungsdauer des Servers beträgt fünf Jahre. Somit ergibt sich ein linearer Abschreibungsbetrag von 1000 Euro pro Jahr ((4500 Euro + 100 Euro + 400 Euro)/(5 Jahre)).

Bis zu welcher Höhe sind Gemeinkosten ansatzfähig?

Als Gemeinkosten eines Einsparzähler-Projektes gelten alle Kosten, die nur indirekt dem Einsparzähler-Projekt zurechenbar sind. Nach entsprechender Darstellung in der Vorkalkulation können Gemeinkosten bis zu einem Kostensatz von insgesamt 120 % der Personaleinzelkosten anerkannt werden.

Hierzu zählen beispielsweise:

  • Miete für ein Bürogebäude
  • Heizung einer Werkstatt
  • Personalgemeinkosten (unter anderem für Buchhalten und Verwaltung)

Sind Kosten, die bei meinen Endkunden entstehen, ebenfalls zuwendungsfähig?

Nein. Kosten, die den Endkunden selbst entstehen oder auf Investitionen bei Endkunden zurückgehen, sind generell nicht förderfähig, da die Endkunden nicht die Adressaten der Förderbekanntmachung „Einsparzähler“ sind.

Der Antragsteller kann unabhängig vom beantragten Pilotprojekt die Maßnahmenumsetzung (Austausch von ineffizienten Endgeräten) bei dem Endkunden anbieten. Eine Förderung dieser Kosten ist im Rahmen des Einsparzählerprojekts nicht möglich. Jedoch steht es Antragstellern und Endkunden frei, für die Umsetzung von Maßnahmen beim Endkunden sonstige Fördermittel des BMWi und anderer Fördermittelgeber in Anspruch zu nehmen.

Ausnahme:

Kosten für den Erwerb oder Bau von Messzählern, für den Erwerb der für den Betrieb des Messzählers erforderlichen Kommunikations- und Informationstechnik und/oder für den Erwerb von Bildschirmgeräten zur Information des Endkunden über den Energieverbrauch und Energieeinsparungen können als Materialkosten im Sinne der Förderbekanntmachung geltend gemacht werden.

Sind Kosten, die im Rahmen der Projektvermarktung entstehen, ansatzfähig?

Pro Einsparzähler-Projekt ist die Inanspruchnahme einer De-Minimis-Förderung für die Projektvermarktung nach Nummer 5.4 der Förderbekanntmachung möglich. Die Förderung für die Projektvermarktung ist nach Erhalt des Zuwendungsbescheids für das Einsparzähler-Projekt in einem separaten Verfahren beantragbar.

Als Vermarktungskosten eines Einsparzähler-Projektes gelten alle Kosten, deren primärer Zweck in der Akquise neuer Kunden sowie der Bindung bestehender Kunden besteht. Sie werden auf Grundlage der De-Minimis-Verordnung auf Ausgabenbasis gefördert und sind in einem separaten Verfahren beantragbar.

Als „De-Minimis“-Beihilfen gelten Beihilfen, die von einem EU-Mitgliedstaat an ein Unternehmen vergeben werden und deren Betrag als geringfügig anzusehen ist, weil vermutet wird, dass eine Beeinträchtigung des Wettbewerbs nicht stattfindet. Damit die als „De-minimis“-Beihilfen bezeichneten Subventionen nicht zu einer Wettbewerbsverzerrung führen, sind diese auf 200.000 Euro innerhalb von drei Steuerjahren begrenzt. Der Fördersatz hierfür beträgt 80%.

Nähere Erläuterungen hierzu finden Sie im Glossar.

Kann man Vermarktungskosten auch ohne Zuwendungsbescheid beantragen?

Nein. Für die Beantragung der Vermarktungskosten ist ein Zuwendungsbescheid für den (Haupt-)Antrag notwendig.

Fragen zur Förderhöhe und zu Auszahlungsmodalitäten

Wie ermittle ich den maximalen Fördersatz des Einsparzähler-Projektes?

Antragsteller erhalten generell eine Zuwendung in Höhe von bis zu 25 % der förderfähigen Kosten. Dieser Betrag kann unter folgenden Bedingungen erhöht werden:

  • Ist der Antragsteller ein KMU oder im antragstellenden Konsortium ein KMU beteiligt, erhöht sich die Förderhöchstgrenze um 10 %
  • Stellt ein Antragsteller Teile oder Ergebnisses seines Vorhabens der Allgemeinheit als Open-Source-Produkt oder als Beitrag  hierzu zur Verfügung, erhöht sich die Förderhöchstgrenze um weitere 15%

Weiter Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt für Zusatzoptionen.

Welche Voraussetzungen muss mein Unternehmen erfüllen, dass es unter die Definition der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) fällt?

Die Größenklasse der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) setzt sich aus Unternehmen zusammen, die weniger als 250 Personen beschäftigen und die entweder einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro erzielen oder deren Jahresbilanzsumme sich auf höchstens Millionen Euro beläuft (Vergleiche Empfehlung der Kommission (2003/361/EG) vom 06.05.2003).

Wie wird die Förderung ausgezahlt?

Die eine Hälfte der Zuwendung, die sogenannte Einsparzähler-Ermöglichungskomponente, wird bei Durchführung des Pilotprogramms nach Vorlage der Nachweise der zuwendungsfähigen Kosten ausgezahlt.

Die andere Hälfte der Zuwendung, die sogenannte leistungsabhängige Komponente, wird abhängig von den während der Dauer des Pilotprojektes gemessenen und eingesparten Energiemengen ausgezahlt (vergleiche Vergütungsschlüssel in Nummer 5.3 der Förderrichtlinie).

Wie berechnet sich die leistungsabhänge Komponente der Förderung?

Die leistungsabhängige Komponente wird auf Grundlage der übermittelten eingesparten Energiemengen bei Vorlage des (Zwischen-) Verwendungsnachweises auf Grundlage der „vorher-nachher“-Messung eines Energiemengen-Messgerätes mit einem festen Vergütungsschlüssels bis in Höhe des Förderhöchstbetrags ausgezahlt:

  • Für alle messtechnisch nachgewiesenen Einsparungen wird eine leistungsabhängige Komponente für Stromeinsparungen in Haushalten in Höhe von 28 cent/kWh und für Nicht-Haushalte mit 15 cent/kWh gewährt.
  • Bei anderen Energieträgern wie Gas, Wärme und Kälte wird eine leistungsabhängige Komponente in Höhe von pauschal 5 cent/kWh gewährt.

Fragen zu technischen Anforderungen

Welche Anforderungen muss das Messkonzept erfüllen?

  • Die Festlegung des zu messenden Energieträgers (Strom, Gas, Wärme oder Kälte).
  • Die Festlegung des Systems und dessen Beschreibung. Dabei ist die Systemgrenze darzustellen, welche definiert, welche Energieverbraucher (und gegebenenfalls Energieerzeuger) des jeweiligen Energieträgers Teil des jeweiligen Einsparzähler-Vorhabens sind.
  • Die Wahl geeigneter Messgeräte zur vollständigen Erfassung von Strömen des Energieträgers über die Systemgrenze hinein oder – sofern existent – aus dem System heraus (sowie zur Messung der Erzeugung von Energie im System).
  • Die Ermittlung des Energieverbrauchs des jeweiligen Systems vor dem Beginn des Einsparzähler-Vorhabens (Baseline).
  • Das Verfahren, um vom Einsparzähler-Projekt unabhängige Einflussgrößen (beispielsweise Witterung) sowie gegebenenfalls den Nutzen eines Systems zu erfassen und den Gesamtenergieverbrauch des jeweiligen Systems von ihrem Einfluss zu bereinigen.
  • Die Beschreibung des Verfahrens für die Geräte- und Anlagenerkennung.

Muss ich für jede Gruppe von Endkunden die gleiche Messtechnik verwenden?

Nein, es ist möglich  verschiedene Arten von Endkunden mit unterschiedlichen Arten von Messsystemen auszustatten. Jedes dieser Messsysteme muss jedoch im Rahmen der Projektskizze dargestellt werden. 

Informationen zum Thema

Kontakt

  • Einsparzähler (Pilotprogramm)Bundesamt für Wirtschaft und AusfuhrkontrolleReferat 511 – Bundesstelle für Energieeffizienz, Grundsatzfragen, NAPE-Koordinierung und Kommunikationsstrategie Frankfurter Straße 29 – 35 65760 EschbornFragen zur Kostenkalkulation Telefon: 06196 908-2178Technische Fragen Telefon: 06196 908-2114ErreichbarkeitMontag bis Donnerstag: 08:30 Uhr – 16:00 Uhr
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