Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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Bohrgeräte

Modul 4 – Bohrgeräte für innovative Wärmespeichersonden

Symoblbild Kleinserien Klimaschutzprodukte – Borhgeräte (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Quelle: © iStock.com/yangna - iStock.com

Hinweis

Aufgrund der derzeitigen vorläufigen Haushaltsführung werden Förderanträge der Richtlinie zur Förderung von innovativen marktreifen Klimaschutzprodukten im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (Kleinserien-Richtlinie) erst nach Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes 2018 bewilligt. Dies wird voraussichtlich nach der Sommerpause 2018 der Fall sein. Ihr Antrag wird dennoch geprüft und bearbeitet. Bitte beachten Sie, dass vor der Antragsbewilligung (Zuwendungsbescheid) der Auftrag für die beantragte Maßnahme nicht erteilt werden darf.

Durch innovative Erdwärmespeichersonden mit hohen Entzugsleistungen kann das Anwendungsfeld erdgekoppelter Wärmepumpen ausgeweitet werden und effizienter gestaltet werden. So weisen diese Technologien, die erheblich höhere Entzugsleistungen als konventionelle Doppel-U-Erdwärmesonden aufweisen, Vorteile beim Gewässerschutz und bei Bohrungen in sensiblen Gebieten.

Im Rahmen der Kleinserien-Richtlinie sind Anschaffungen von Bohrgerät, welches ein Bohrgestänge mit Schutzverrohrung und einen Bohrkopf oder Hohlbohrschnecke umfasst, gefördert. Das Bohrgerät muss für den Zweck der Bohrungen für Erdwärmespeichersonden mit hohen Entzugsleistungen geeignet und bestimmt sein.

Zum Förderverfahren

Antragsberechtigung

Antragsberechtigt sind Bohrunternehmen, die

  • nach Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.Arbeitsblatt DVGW – W 120-2 (A) August 2012 zertifiziert sind und
  • mindestens über einen Mitarbeiter verfügen, der nach den Richtlinien des Deutschen Verbands für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. (DVS) zertifiziert

Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Ausgaben für die Anschaffung der Anlagen für effiziente Bohrungen für Erdwärmespeichersonden mit hohen Entzugsleistungen.

Förderfähig Anlagen (Bohrgeräte) umfassen dabei:

  • Bohrgestänge mit Schutzverrohrung und
  • Bohrkopf oder
  • Hohlbohrschnecke

Nicht förderfähig hingegen sind:

  • Antriebseinheiten / Antriebsaggregate,
  • der Erwerb von gebrauchtem Bohrgerät sowie neuem Bohrgerät mit überwiegend gebrauchten Anlagenteilen,
  • Ausgaben für Prototypen,
  • Instandsetzung und Instandhaltung bestehender Bohrgeräte,
  • laufende Ausgaben,
  • Eigenleistungen des Antragstellers und
  • bereits vor Bekanntgabe des Zuwendungsbescheids begonnene Projekte.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt auf Grundlage der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimis-Beihilfen (De-minimis-Verordnung).

Förderfähig sind die Ausgaben für die Anschaffung von Bohrgeräten. Der Fördersatz richtet sich nach den zuwendungsfähigen Investitionskosten.

Fördersatz:

40 % der Anschaffungskosten des Geräts, max. 20.000,- Euro pro Gerät.

Finanzierung

Soll die Maßnahme über ein Finanzierungsmodell abgewickelt werden, sind folgende Vorgaben zu beachten:

Bei einem Ratenkauf muss sich der Finanzierungsvertrag eindeutig auf die bewilligte(n)/geförderte(n) Anlage(n)/Einheit(n) beziehen. Zudem darf zum Zeitpunkt der Auszahlung, die nach dem Abschluss der Verwendungsnachweisprüfung erfolgt, die Summe der gezahlten Raten nicht kleiner sein als der bewilligte Förderbetrag. Andernfalls wird dieser entsprechend gekürzt.

Wird ein Mietkaufmodell gewählt, muss der Eigentumsübergang innerhalb von fünf Jahren nach Abschluss der Maßnahme (Inbetriebnahme) im Mietkaufvertrag festgehalten sein. Der Mietkaufvertrag muss sich zudem eindeutig auf die bewilligte(n)/geförderte(n) Anlage(n)/Einheit(n) beziehen. Zudem darf zum Zeitpunkt der Auszahlung, die nach dem Abschluss der Verwendungsnachweisprüfung erfolgt, die Summe der gezahlten Raten nicht kleiner sein als der bewilligte Förderbetrag. Andernfalls wird dieser entsprechend gekürzt.

Eine Finanzierung über Leasing ist nicht zulässig, weil eine geleaste Anlage/Einheit dem Leasingnehmer (Antragsteller) nur zur Nutzung überlassen wird und nicht in das Eigentum des Leasingnehmers übergeht. Eine Kaufoption im Leasingvertrag ist nicht ausreichend.

De-minimis-Obergrenze

Zu beachten ist grundsätzlich die „De-minimis“-Obergrenze (200.000 Euro bzw. 100.000 Euro für Unternehmen des Straßentransportsektors). Diese darf mit allen im aktuellen sowie in den beiden vorangegangenen Steuerjahren erhaltenen „De-minimis“-Beihilfen (erkennbar am „De-minimis“-Bescheid) nicht überschritten werden. Gegebenenfalls muss der Förderbetrag entsprechend gekürzt werden.

Weitere Informationen zu De-minimis-Beihilfen

Beispiel

Die Anschaffung eines förderfähigen Bohrgeräts (Bohrgestänge inkl. Schutzverrohrung und Bohrkopf) für 40.000,- Euro soll gefördert werden.

Förderbetrag 1 = 40.000,- Euro * 0,4    = 16.000,- Euro (Förderbetrag nach Fördersatz)

Förderbetrag 2 = 1 * 20.000,- Euro       = 20.000,- Euro (maximaler Förderbetrag)

Der Förderbetrag nach dem Fördersatz ist kleiner als der maximale Förderbetrag. Der korrekte Förderbetrag liegt somit bei 16.000,- Euro.

Kumulierung

Die Förderung nach der Kleinserien-Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von anderen Fördermitteln für dieselbe Maßnahme aus.

Antragsverfahren

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über das auf dieser Webseite veröffentlichte elektronische Antragsformular.

Insgesamt muss ein vollständiger Antrag folgende Dokumente enthalten:

  • vollständig ausgefülltes elektronisches Antragsformular,
  • Nachweis der Erfüllung der Fördervoraussetzung gem. Ziffer 2 der Kleinserien-Richtlinie, in Form folgender Unterlagen:
    • Produktdatenblätter zu den beantragten Bohrgeräten bzw. deren Bestandteilen (Gestänge, Bohrkopf bzw. Hohlbohrschnecke)
    • rechnerischer Nachweis der zu erwartenden Einsparungen an Bohrtiefe und/oder Anzahl der Bohrungen (mind. 40 %) durch eine Gegenüberstellung der Bohrungen für hocheffiziente Erdwärmesonden mit den Bohrungen für konventionellen Doppel-U-Sonden, möglichst anhand bereits durchgeführter Projekte
    • Zertifikat nach DVGW - W120-2 (A) August 2012, welches auf das antragstellende Unternehmen ausgestellt ist
    • Zertifikat nach den Richtlinien des Deutschen Verbandes für Schweißen e.V. (DVS) und verwandte Verfahren, welches auf einen Mitarbeiter des antragstellenden Unternehmens ausgestellt ist

Nach Prüfung des Antrags wird im Falle eines positiven Bescheids die Höhe der maximalen Zuwendung auf Basis der Angaben der elektrischen Leistung sowie ggf. den erwarteten Ausgaben und den in der Richtlinie unter Ziffer 5 genannten Fördersätzen festgesetzt.

Nach Bekanntgabe des Zuwendungsbescheids sind nachträgliche Änderungen der Angaben nur innerhalb eines Monats möglich.

Maßnahmenbeginn

Förderfähig sind ausschließlich Maßnahmen, mit denen vor der Bewilligung (Erteilung des Zuwendungsbescheids) noch nicht begonnen worden ist.

Als Vorhabenbeginn gilt der rechtsgültige Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor der Bewilligung erbracht werden.

Informationen zum Thema

Kontakt

  • Kleinserien KlimaschutzprodukteBundesamt für Wirtschaft und AusfuhrkontrolleReferat 424 – Kerntechnische Entsorgung, KWK, Mini-KWK Frankfurter Straße 29 – 35 65760 Eschborn Telefon: 06196 908-1016 Fax: 06196 908-1800ErreichbarkeitMontag bis Donnerstag: 08:30 Uhr – 16:00 Uhr
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