Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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Basis- und Zusatzförderung

Die Basisförderung für die Errichtung Ihrer Biomasseanlage erhalten Sie, wenn in Ihrem Gebäude ein Heizungssystem vorhanden war. Dieses muss zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der neuen Anlage bereits seit mindestens zwei Jahren installiert gewesen sein (Gebäudebestand).

Änderung bei Antragstellung ab 2018

Ab dem 1. Januar 2018 ist die Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien immer vor Umsetzung der Maßnahme bzw. Vertragsschluss mit dem Installateur beim BAFA zu beantragen. Die Antragstellung erfolgt ab diesem Zeitpunkt ausschließlich online. Übergangsfrist für Inbetriebnahmen im Jahr 2017: Antragsteller, die ihre Heizungsanlage 2017 in Betrieb nehmen, können den Förderantrag noch innerhalb von neun Monaten nach der Inbetriebnahme stellen.
Bei Inbetriebnahmen im Jahr 2018: Für Anlagen, für die 2017 der Auftrag erteilt bzw. der Vertrag abgeschlossen wurde, müssen die Inbetriebnahme der Anlage sowie die Antragstellung bis spätestens zum 30. September 2018 erfolgt sein. Der Antrag ist in diesem Fall nach Inbetriebnahme zu stellen. Es gilt folgende Sonderregelung.

Basisförderung

Errichtung von Biomasseanlagen von 5 Kilowatt bis einschließlich 100 Kilowatt Nennwärmeleistung:

  • Hackschnitzelkessel mit Pufferspeicher
  • Pelletkessel
  • Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher
  • Pelletofen mit Wassertasche
  • Scheitholzvergaserkessel mit Pufferspeicher

Informieren Sie sich vor Auswahl der Biomasseanlage, ob diese die Voraussetzungen für eine Förderung nach den Förderrichtlinien erfüllt:

Beachten Sie bitte, dass luftgeführte Pelletöfen (Warmluftgeräte) nicht förderfähig sind.

Hackschnitzelkessel mit Pufferspeicher

Die Basisförderung beträgt pauschal 3.500 Euro je Anlage. Kombinationskesseln zur Verbrennung von Hackschnitzeln und Scheitholz sind gleichermaßen förderfähig.

Voraussetzungen für Hackschnitzelkessel

  • Pufferspeicher Hackschnitzelkessel: Mindestens 30 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung
  • Pufferspeicher Kombinationskessel: Mindestens 55 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung für den handbeschickten Anlagenteil
  • Ausschließlicher Einsatz von naturbelassener Biomasse (§ 3 Absatz 1 Nummer 4, 5, 5a, 8 oder 13 der 1. BImSchV)
  • Einhaltung folgender Grenzwerte auf Basis eines Volumengehalts an Sauerstoff im Abgas von 13 % im Normzustand (273 K, 1013 hPa):

    • Maximal 200 Milligramm/Kubikmeter Kohlenmonoxid bei Nennwärmeleistung
    • Maximal 20 Milligramm/Kubikmeter staubförmige Emissionen
  • Kesselwirkungsgrad: Mindestens 89 %
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Bescheinigung über das Ergebnis der Überprüfung, Messung und Benutzung für eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach 1. BImSchV

Pelletkessel

Die Basisförderung beträgt 80 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch: 3.000 Euro je Anlage. Auch Kombinationskessel zur Verbrennung von Biomassepellets und Hackschnitzeln und/oder Scheitholz sind förderfähig.

Voraussetzungen für Pelletkessel

  • Nennwärmeleistung: Mindestens 5 Kilowatt
  • Nennwärmeleistung: Maximal 100 Kilowatt
  • Pufferspeicher Kombinationskessel: Mindestens 55 Liter/Killowatt Nennwärmeleistung für den handbeschickten Anlagenteil
  • Ausschließlicher Einsatz von naturbelassener Biomasse (§ 3 Absatz 1 Nummer 4, 5,5a, 8 oder 13 der Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes)
  • Einhaltung folgender Grenzwerte auf Basis eines Volumengehalts an Sauerstoff im Abgas von 13 % im Normzustand (273 K, 1013 hPa):

    • Maximal 200 Milligramm/Kubikmeter Kohlenmonoxid bei Nennwärmeleistung
    • Maximal 20 Milligramm/Kubikmeter staubförmige Emissionen
  • Kesselwirkungsgrad: Mindestens 89 %
  • Nachweis des hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlage
  • Bescheinigung über das Ergebnis der Überprüfung, Messung und Benutzung für eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach 1. BImSchV

Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher

Die Basisförderung beträgt 80 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch 3.500 Euro je Anlage.

Voraussetzungen für Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher

  • Nennwärmeleistung: Mindestens 5 Kilowatt
  • Nennwärmeleistung: Maximal 100 Kilowatt
  • Pufferspeicher Pelletkessel: Mindestens 30 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung
  • Pufferspeicher Kombinationskessel: Mindestens 55 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung für den handbeschickten Anlagenteil
  • Pufferspeicher muss neu errichtet sein
  • Ausschließlicher Einsatz von naturbelassener Biomasse (§ 3 Absatz 1 Nummer 4, 5, 5a, 8 oder 13 der 1. BImSchV)
  • Einhaltung folgender Grenzwerte auf Basis eines Volumengehalts an Sauerstoff im Abgas von 13 % im Normzustand (273 K, 1013 hPa):

    • Maximal 200 Milligramm/Kubikmeter Kohlenmonoxid bei Nennwärmeleistung
    • Maximal 20 Milligramm/Kubikmeter staubförmige Emissionen
  • Kesselwirkungsgrad: Mindestens 89 %
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Bescheinigung über das Ergebnis der Überprüfung, Messung und Benutzung für eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach 1. BImSchV

Pelletofen mit Wassertasche

Die Basisförderung beträgt 80 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch: 2.000 Euro je Anlage.

Voraussetzungen für Pelletofen mit Wassertasche

  • Nennwärmeleistung: Mindestens 5 Kilowatt
  • Nennwärmeleistung: Maximal 100 Kilowatt
  • Ausschließlicher Einsatz von naturbelassener Biomasse (§ 3 Absatz 1 Nummer 4, 5, 5a, 8 oder 13 der 1. BImSchV)
  • Einhaltung folgender Grenzwerte auf Basis eines Volumengehalts an Sauerstoff im Abgas von 13 Prozent im Normzustand (273 K, 1013 hPa):

    • Maximal 200 Milligramm/Kubikmeter Kohlenmonoxid bei Nennwärmeleistung
    • Maximal 20 Milligramm/Kubikmeter staubförmige Emissionen
  • Feuerungstechnischer Wirkungsgrad: Mindestens 90 Prozent
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Bescheinigung über das Ergebnis der Überprüfung, Messung und Benutzung für eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach 1. BImSchV

Scheitholzvergaserkessel mit Pufferspeicher

Basisförderung beträgt pauschal 2.000 Euro je Anlage.

Voraussetzungen für Scheitholzvergaserkessel mit Pufferspeicher

  • Pufferspeicher: Mindestens 55 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung
  • Ausschließlicher Einsatz von naturbelassener Biomasse (§ 3 Absatz 1 Nummer 4, 5, 5a, 8 oder 13 der 1. BImSchV)
  • Einhaltung folgender Grenzwerte auf Basis eines Volumengehalts an Sauerstoff im Abgas von 13 Prozent im Normzustand (273 K, 1013 hPa):

    • Maximal 200 Milligramm/Kubikmeter Kohlenmonoxid bei Nennwärmeleistung
    • Maximal 15 Milligramm/Kubikmeter staubförmige Emissionen
  • Kesselwirkungsgrad: Mindestens 89 Prozent
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Bescheinigung über das Ergebnis der Überprüfung, Messung und Benutzung für eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach 1. BImSchV

Zusatzförderung

Die nachfolgenden Zusatzförderungen können nur im Zusammenhang mit der Basisförderung beantragt werden.

Kombinationsbonus bei Biomasseanlagen

Ein Kombinationsbonus von zusätzlich 500 Euro je Anlagenkombination ist möglich bei:

  • Gleichzeitiger Errichtung einer förderfähigen Solarthermie- oder Wärmepumpenanlage
  • Anschluss der Biomasseanlage an ein Wärmenetz

Gebäudeeffizienzbonus

Der Gebäudeeffizienzbonus von 50 % der Basisförderung kann gewährt werden, wenn die Anlage in einem effizienten Wohngebäude errichtet wird, das zum Gebäudebestand zählt.

Voraussetzungen:

Einzelmaßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage

Für Optimierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Errichtung einer Biomasseanlage kann einmalig ein Investitionszuschuss gewährt werden („Optimierungsbonus“). Der Zuschuss beträgt 10 % der förderfähigen Investitionskosten (Netto), höchstens jedoch 50 % der Basisförderung für die Biomasseanlagen. Förderfähig sind Maßnahmen, die im Anhang I der Richtlinien erwähnt werden.

Nicht berücksichtigt werden können:

  • Maßnahmen, deren Durchführung Voraussetzung für die Förderbarkeit der Biomasseanlage sind
  • Investitionskosten, die bereits hinsichtlich anderer Fördermaßnahmen geltend gemacht werden/wurden

Die nachträgliche Optimierung einer bereits geförderten Anlage wird wie folgt bezuschusst:

Heizungscheck – Förderung einer Optimierung der Biomasseanlage (mindestens 3 bis maximal 7 Jahre in Betrieb)

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Antragstellung

Privatpersonen, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und gemeinnützige Organisationen

Achtung: Ab 01.01.2018 muss der Antrag vor Vorhabensbeginn gestellt werden. Weitere Information finden Sie hier.

Den Antrag für die Basisförderung müssen Sie innerhalb von neun Monaten stellen, nachdem Ihre Anlage in Betrieb genommen wurde. Entscheidend ist, dass Ihr Antrag innerhalb dieser Frist dem BAFA zugeht.

Um die Förderung zu erhalten, reichen Sie folgende Unterlagen ein:

  • Antrag auf Förderung einer Biomasseanlage
  • Fachunternehmererklärung (siehe Anhang Antrag)
  • Vollständige und auf die antragstellende Person ausgestellte Rechnung in Kopie
  • Bescheinigung über das Ergebnis der Überprüfung, Messung und Benutzung für eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes

Unternehmen, Betriebe, freiberuflich Tätige oder Genossenschaften

Anträge für die Basisförderung von Unternehmen, Betrieben, freiberuflich Tätigen, Genossenschaften und gemeinnützige GmbHs sind vor Vorhabensbeginn zu stellen (zweistufiges Antragsverfahren).

Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung durchgeführt werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Der Verwendungsnachweis ist nach Inbetriebnahme und spätestens vor dem Ablauf der im Bewilligungsbescheid genannten Vorlagefrist unter Vorlage der geforderten Unterlagen einzureichen. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises.

Um die Förderung zu beantragen, reichen Sie folgende Unterlage ein:

Contractoren

Auch interessierte Unternehmer, die als Energiedienstleister tätig sind oder zukünftig tätig sein möchten und bei ihren Kunden eine Biomasseanlage installieren, können die staatliche Förderung in Anspruch nehmen.

Den Antrag für die Basisförderung müssen Contractoren vor Vorhabensbeginn stellen (zweistufiges Antragsverfahren).

Als Vorhabensbeginn gelten der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages sowie die Auftragsvergabe. Beim Contracting stellt i. d. R. die Auftragsvergabe an das Installationsunternehmen den Beginn der Maßnahme dar. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung durchgeführt werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Um die Förderung zu beantragen, reichen Sie folgende Unterlage ein:

Der Verwendungsnachweis ist nach Inbetriebnahme und spätestens vor dem Ablauf der im Bewilligungsbescheid genannten Vorlagefrist unter Vorlage folgender Unterlagen einzureichen:

  • Vollständige und auf den Contractor ausgestellte Rechnung in Kopie
  • Fachunternehmererklärung (Anlage Bewilligungsbescheid)
  • Contractingvertrag in Kopie
  • Erklärungen des Contractingnehmers

Mit der Rechnung weist der Contractor nach, dass ihm tatsächlich Kosten entstanden sind. Die Rechnung muss detailliert und auf den Contractor ausgestellt sein. Die Fachunternehmererklärung fragt die technischen Details der Anlage ab. Sie ist vom ausführenden Installateur auszufüllen und zu unterschreiben. Um die Auflage zu erfüllen, dass die geförderte Anlage mindestens sieben Jahre lang zweckentsprechend betrieben wird, muss der Contractingvertrag eine Laufzeit von mindestens sieben Jahren aufweisen.

Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises.

Kumulierung

Bei Maßnahmen, die über das BAFA gefördert werden, darf die Gesamtförderung höchstens das Doppelte des nach diesen Richtlinien gewährten Förderbetrages betragen (insbesondere bei Inanspruchnahme ergänzender Förderprogramme der Bundesländer). Für den Fall, dass diese Höchstgrenze überschritten würde, werden die Fördermittel des Bundes auf die vorstehende Förderhöchstgrenze gekürzt.

Die Förderung nach diesen Richtlinien ist mit einer Förderung aus den im Rahmen des CO2 Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programmen nur bei folgenden KfW-Programmen kumulierbar: „Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153), „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167).

Weitere Informationen zur Kumulierung von Fördermaßnahmen – und was Sie dabei beachten sollten – finden Sie in der Auslegungshilfe für die Kumulierungsregelung (PDF, 47KB, Datei ist nicht barrierefrei).

Informationen zum Thema

Publikationen

Rechtsgrundlagen

Formulare

Hinweis: Diese Anträge können ausschließlich für Bestandsgebäude gestellt werden.

Für Privatpersonen, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und gemeinnützige Organisationen:

Antrag auf Förderung einer Biomasseanlage

Ausfüllhilfe Basisantrag Biomasseanlage (PDF, 853KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Für Unternehmen, Contractoren, freiberuflich Tätige, Land- und Forstwirtschaft und Gartenbau:

Antrag auf Förderung einer Biomasseanlage

Ausfüllhilfe Basisantrag Biomasseanlage (PDF, 961KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Über den Link zum sogenannten »Upload-Bereich« können Sie im Laufe des Verfahrens angeforderte Unterlagen direkt elektronisch einreichen.

Upload-Bereich

Zum Thema

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