Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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Innovations- und Zusatzförderung – Partikelabscheidung

Im Gebäudebestand fördern wir die Errichtung oder die Nachrüstung von Biomasseanlagen mit einer Einrichtung zur Staubminderung (Partikelabscheider). Sowohl die Biomasseanlage als auch die Einrichtung zur Staubminderung müssen vom BAFA als förderfähig eingestuft sein.

Innovationsförderung

Errichtung von Biomasseanlagen zur Partikelabscheidung von 5 Kilowatt bis einschließlich 100 Kilowatt Nennwärmeleistung, die über eine Einrichtung zur Staubminderung verfügen:

  • Hackschnitzelkessel
  • Pelletkessel
  • Pelletofen mit Wassertasche
  • Scheitholzvergaserkessel

Die Anlagen müssen über einen der nachfolgend genannten Abscheider verfügen:

  • Elektrostatische Abscheider
  • Filternde Abscheider
  • Abscheider als Abgaswäscher, ohne Nutzungsmöglichkeit des durch Abgaskondensation erzielbaren Wärmeertrags

Informieren Sie sich vor Auswahl der Biomasseanlage und der Anlagenkomponente, ob diese die Voraussetzungen für eine Förderung nach den Förderrichtlinien erfüllt:

Nicht förderfähig sind Fliehkraftabscheider (z. B. Zyklone oder Multi-Zyklone).

Hackschnitzelkessel

Die Innovationsförderung beträgt pauschal 5.250 Euro je Anlage. Kombinationskessel zur Verbrennung von Hackschnitzeln und Scheitholz sind gleichermaßen förderfähig.

Voraussetzungen für Hackschnitzelkessel

  • Pufferspeicher Hackschnitzelkessel: Mindestens 30 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung
  • Pufferspeicher Kombinationskessel: Mindestens 55 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung für den handbeschickten Anlagenteil
  • Integration einer Einrichtung zur  Abscheidung der im Abgas enthaltenen Partikel (sekundäre Partikelabscheidung)
  • Einbau von sekundären Bauteilen im Abgasweg zur Minderung der im Abgas enthaltenen Partikel
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Bescheinigung über das Ergebnis der Überprüfung, Messung und Benutzung für eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach 1. BImSchV

Pelletkessel

Die Förderung beträgt 80 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch: 5.250 Euro je Anlage.

Voraussetzungen für Pelletkessel

  • Nennwärmeleistung: Mindestens 5 Kilowatt
  • Nennwärmeleistung: Maximal 100 Kilowatt
  • Pufferspeicher Kombinationskessel: Mindestens 55 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung für den handbeschickten Anlagenteil
  • Integration einer Einrichtung zur  Abscheidung der im Abgas enthaltenen Partikel (sekundäre Partikelabscheidung)
  • Einbau von sekundären Bauteilen im Abgasweg zur Minderung der im Abgas enthaltenen Partikel
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Bescheinigung über das Ergebnis der Überprüfung, Messung und Benutzung für eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach 1. BImSchV

Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher

Die Förderung beträgt 80 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch: 5.250 Euro je Anlage.

Voraussetzungen für Pelletkessel

  • Nennwärmeleistung: Mindestens 5 Kilowatt
  • Nennwärmeleistung: Maximal 100 Kilowatt
  • Pufferspeicher Kombinationskessel: Mindestens 55 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung für den handbeschickten Anlagenteil
  • Integration einer Einrichtung zur  Abscheidung der im Abgas enthaltenen Partikel (sekundäre Partikelabscheidung)
  • Einbau von sekundären Bauteilen im Abgasweg zur Minderung der im Abgas enthaltenen Partikel
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Bescheinigung über das Ergebnis der Überprüfung, Messung und Benutzung für eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach 1. BImSchV

Pelletofen mit Wassertasche

Die Förderung beträgt 80 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch: 3.000 Euro je Anlage.

Voraussetzungen für Pelletofen mit Wassertasche

  • Nennwärmeleistung: Mindestens 5 Kilowatt
  • Nennwärmeleistung: Maximal 100 Kilowatt
  • Pufferspeicher: Mindestens 30 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung
  • Pufferspeicher Kombinationskessel: Mindestens 55 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung für den handbeschickten Anlagenteil
  • Integration einer Einrichtung zur Abscheidung der im Abgas enthaltenen Partikel (sekundäre Partikelabscheidung)
  • Einbau von sekundären Bauteilen im Abgasweg zur Minderung der im Abgas enthaltenen Partikel
  • Nachweis hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Nachweis Schornsteinfegerabnahmebescheinigung

Scheitholzvergaserkessel

Die Innovationsförderung beträgt pauschal 3.000 Euro je Anlage.

Voraussetzungen für Scheitholzvergaserkessel

  • Pufferspeicher: Mindestens 55 Liter/Kilowatt Nennwärmeleistung
  • Einbau von sekundären Bauteilen im Abgasweg zur Minderung der im Abgas enthaltenen Partikel
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
  • Bescheinigung über das Ergebnis der Überprüfung, Messung und Benutzung für eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach 1. BImSchV

Nachrüstung von Biomasseanlagen

Die Nachrüstung einer bereits bestehenden Biomasseanlage mit einer Einrichtung zur Staubminderung fördern wir mit 750 Euro.

Informieren Sie sich vor Auswahl der Anlagenkomponente, ob diese die Voraussetzungen für eine Förderung nach den Förderrichtlinien erfüllt: Liste der innovationsförderfähigen Biomasseanlagen (PDF, 162KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Zusatzförderung

Kombinationsbonus bei Biomasseanlagen

Ein Kombinationsbonus von zusätzlich 500 Euro je Anlagenkombination ist möglich bei:

  • Gleichzeitiger Errichtung einer förderfähigen Solarthermie- oder Wärmepumpenanlage
  • Anschluss der Biomasseanlage an ein Wärmenetz

Gebäudeeffizienzbonus

Der Gebäudeeffizienzbonus von 50 % der Basisförderung kann gewährt werden, wenn die Anlage in einem effizienten Wohngebäude errichtet wird, das zum Gebäudebestand zählt.

Voraussetzungen:

Einzelmaßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage

Für Optimierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Errichtung einer Biomasseanlage kann einmalig ein Investitionszuschuss gewährt werden („Optimierungsbonus“). Der Zuschuss beträgt 10 % der förderfähigen Investitionskosten (Netto), höchstens jedoch 50 % der Basisförderung für die Biomasseanlagen. Förderfähig sind Maßnahmen, die im Anhang I der Richtlinien erwähnt werden.

Nicht berücksichtigt werden können:

  • Maßnahmen, deren Durchführung Voraussetzung für die Förderbarkeit der Biomasseanlage sind
  • Investitionskosten, die bereits hinsichtlich anderer Fördermaßnahmen geltend gemacht werden/wurden

Die nachträgliche Optimierung einer bereits geförderten Anlage wird wie folgt bezuschusst:

Heizungscheck – Förderung einer Optimierung der Biomasseanlage (mindestens 3 bis maximal 7 Jahre in Betrieb)

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Antragstellung

Privatpersonen, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und gemeinnützige Organisationen

Achtung: Ab 01.01.2018 muss der Antrag vor Vorhabensbeginn gestellt werden. Weitere Information finden Sie hier.

Den Antrag für die Innovationsförderung müssen Sie innerhalb von neun Monaten stellen, nachdem Ihre Anlage in Betrieb genommen wurde. Entscheidend ist, dass Ihr Antrag innerhalb dieser Frist dem BAFA zugeht.

Um die Innovationsförderung bei der Errichtung einer Biomasseanlage zu beantragen, reichen Sie folgende Unterlagen ein:

  • Antrag auf Innovationsförderung einer Biomasseanlage
  • Fachunternehmererklärung (siehe Anhang Antrag)
  • Vollständige und auf die antragstellende Person ausgestellte Rechnung in Kopie
  • Bescheinigung über das Ergebnis der Überprüfung, Messung und Benutzung für eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe nach Erster Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes für die Biomasseanlage in Kopie
  • Mitteilung des Schornsteinfegers über den Einbau und die generelle Funktionsfähigkeit der Sekundärmaßnahme in Kopie

Um die Innovationsförderung bei der Nachrüstung einer Biomasseanlage zu beantragen, reichen Sie folgende Unterlagen ein:

Unternehmen, Betriebe, freiberuflich Tätige oder Genossenschaften

Anträge für die Innovationsförderung sind vor Vorhabensbeginn zu stellen (zweistufiges Antragsverfahren).

Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung durchgeführt werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Der Verwendungsnachweis ist nach Inbetriebnahme und spätestens vor dem Ablauf der im Bewilligungsbescheid genannten Vorlagefrist unter Vorlage der geforderten Unterlagen einzureichen. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises.

Um die Innovationsförderung bei der Errichtung einer Biomasseanlage zu beantragen, reichen Sie folgende Unterlagen ein:

Um die Innovationsförderung bei der Nachrüstung einer Biomasseanlage zu beantragen, reichen Sie folgende Unterlagen ein:

Sämtliche Zusatzförderungen sind im Rahmen der Verwendungsnachweiserklärung nach Durchführung der Maßnahme zu beantragen.

Contractoren

Auch interessierte Unternehmer, die als Energiedienstleister tätig sind oder zukünftig tätig sein möchten und bei ihren Kunden Biomasseanlagen installieren, können die staatliche Förderung in Anspruch nehmen.

Den Antrag für die Innovationsförderung müssen Contractoren vor Vorhabensbeginn stellen (zweistufiges Antragsverfahren).

Auch Contractoren/Energiedienstleister können die staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Folgendes ist dabei zu beachten:

  • Den Antrag für die Förderung müssen Contractoren grundsätzlich vor Vorhabensbeginn stellen (zweistufiges Antragsverfahren).
  • Vorhabensbeginn ist immer der Abschluss eines der Ausführung der Maßnahme dienenden Lieferungs- und Leistungsvertrages. Im Falle eines Contractingvorhabens ist dies der Contractingvertrag
  • Das heißt erst nach Antragseingang darf der Contractingvertrag zwischen Contractor und Contractingnehmer rechtsgültig unterzeichnet werden.
  • Der Zeitpunkt des Antrageingangs beim BAFA wird dem Antragsteller durch die postalische Zusendung einer Eingangsbestätigung mitgeteilt.
  • Planungsleistungen sowie die Erschließung der Wärmequelle dürfen vor Antragstellung durchgeführt werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Um die Förderung bei der Errichtung einer Biomasseanlage zu beantragen, reichen Sie folgende Unterlagen ein:

Um die Förderung bei der Nachrüstung einer Biomasseanlage zu beantragen, reichen Sie folgende Unterlagen ein:

Der Verwendungsnachweis ist nach Inbetriebnahme und spätestens vor dem Ablauf der im Bewilligungsbescheid genannten Vorlagefrist unter Vorlage folgender Unterlagen einzureichen:

  • Vollständige und auf den Contractor ausgestellte Rechnung in Kopie
  • Fachunternehmererklärung (Anlage Bewilligungsbescheid)
  • Contractingvertrag in Kopie
  • Erklärungen des Contractingnehmers

Mit der Rechnung weist der Contractor nach, dass ihm tatsächlich Kosten entstanden sind. Die Rechnung muss detailliert und auf den Contractor ausgestellt sein. Die Fachunternehmererklärung fragt die technischen Details der Anlage ab. Sie ist vom ausführenden Installateur auszufüllen und zu unterschreiben. Um die Auflage zu erfüllen, dass die geförderte Anlage mindestens sieben Jahre lang zweckentsprechend betrieben wird, muss der Contractingvertrag eine Laufzeit von mindestens sieben Jahren aufweisen.

Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises.

Kumulierung

Bei Maßnahmen, die über das BAFA gefördert werden, darf die Gesamtförderung höchstens das Doppelte des nach diesen Richtlinien gewährten Förderbetrages betragen (insbesondere bei Inanspruchnahme ergänzender Förderprogramme der Bundesländer). Für den Fall, dass diese Höchstgrenze überschritten würde, werden die Fördermittel des Bundes auf die vorstehende Förderhöchstgrenze gekürzt.

Die Förderung nach diesen Richtlinien ist mit einer Förderung aus den im Rahmen des CO2 Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programmen nur bei folgenden KfW-Programmen kumulierbar: „Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153), „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167).

Weitere Informationen zur Kumulierung von Fördermaßnahmen – und was Sie dabei beachten sollten – finden Sie in der Auslegungshilfe für die Kumulierungsregelung (PDF, 47KB, Datei ist nicht barrierefrei).

Informationen zum Thema

Publikationen

Rechtsgrundlagen

Formulare

Für Privatpersonen, Kommunen, kommunale Gebietskörperschaften, kommunale Zweckverbände und gemeinnützige Organisationen:

Für Unternehmen, Contractoren, freiberuflich Tätige, Land- und Forstwirtschaft und Gartenbau:

Kontakt

  • Heizen mit Erneuerbaren EnergienBundesamt für Wirtschaft und AusfuhrkontrolleReferat 513 – Grundsatz Marktanreizprogramm Frankfurter Straße 29 – 35 65760 Eschborn Telefon: 06196 908-1625 Fax: 06196 908-1800ErreichbarkeitMontag bis Donnerstag: 08:30 Uhr – 16:00 Uhr
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