Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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Innovations- und Zusatzförderung

Die Innovationsförderung kann ausschließlich für Wärmepumpen mit hohen Jahresarbeitszahlen oder Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz beantragt werden. Die konkreten Voraussetzungen entnehmen Sie der jeweiligen Wärmepumpenart.

Innovationsförderung

Errichtung von effizienten Wärmepumpen bis einschließlich 100 Kilowatt Nennwärmeleistung zur:

  • Kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden
  • Raumheizung von Gebäuden, wenn die Warmwasserbereitung des Gebäudes zu einem wesentlichen Teil durch andere erneuerbare Energien erfolgt
  • Raumheizung von Nichtwohngebäuden
  • Bereitstellung von Prozesswärme
  • Bereitstellung von Wärme für Wärmenetze

Informieren Sie sich vor Auswahl der Wärmepumpe, ob diese die Voraussetzungen für eine Förderung nach den Förderrichtlinien erfüllt: Liste der förderfähigen Wärmepumpen mit Prüfnachweis.

Bitte beachten Sie, dass Luft/Luft-Wärmepumpen sowie sonstige Wärmepumpen, die die erzeugte Wärme direkt an die Luft übertragen, nicht gefördert werden können. Wärmepumpen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung (Warm- bzw. Brauchwasserwärmepumpen) sind ebenfalls nicht förderfähig.

Elektrische Wärmepumpen

Wärmequelle Luft

Die Innovationsförderung beträgt 60 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch:

  • 2.250 Euro je Anlage bei leistungsgeregelten und/oder monovalenten Wärmepumpen
  • 1.950 Euro je Anlage bei allen sonstigen elektrischen Wärmepumpen mit der Wärmequelle Luft

Wärmequelle Erde und Wasser

Die Innovationsförderung beträgt 150 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch:

  • 6.750 Euro je Anlage bei allen Wärmepumpen mit der Wärmequelle Erdwärme, bei gleichzeitiger Erdsondenbohrung
  • 6.000 Euro je Anlage bei allen Wärmepumpen mit den Wärmequellen Erdwärme oder Wasser

Voraussetzungen für Wärmepumpen mit Erdsondenbohrung

Allgemeine Technische Voraussetzungen

  • Einbau eines Stromzählers zur Erfassung aller von der Wärmepumpe aufgenommenen Strommengen
  • Einbau mindestens eines Wärmemengenzählers
    Die Messung aller durch die Wärmepumpe abgegebenen Wärmemengen wird verbindlich gefordert
  • Als Wärmeverteilsystem sind Flächenheizungen mit einem Anteil größer 50 Prozent zulässig
  • Nachweis hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
    Ausnahme: Wärmepumpen mit Direktverdampfung durch Erdwärme und Direktkondensation im beheizten Gebäude (1-Kreis-Systeme)
  • Nachweis über die Anpassung der Heizkurve der Heizungsanlage an das entsprechende Gebäude
  • Nachweis über eine vertraglich geregelte Leistung, wonach ein Qualitätscheck der Wärmepumpe nach Ablauf eines Betriebsjahres durchgeführt werden wird

Technische Voraussetzungen für Wärmepumpen mit hohen Jahresarbeitszahlen

Vorlage Fachunternehmererklärung mit Nachweis Jahresarbeitszahl:

  • Bei Sole/Wasser-Wärmepumpen von mindestens 4,5
  • Bei Wasser/Wasser-Wärmepumpen von mindestens 4,5
  • Bei Luft/Wasser-Wärmepumpen von mindestens 4,5

Technische Voraussetzungen für Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz

Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz sind Wärmepumpen mit zusätzlichen Anlagenteilen bzw. Sonderbauformen, wodurch eine verbesserte Systemeffizienz erreicht und damit ein Beitrag zur Reduzierung des Strombedarfs und der Netzlast, insbesondere während der kalten Witterung, geleistet wird.

Liste der förderfähigen Anlagenkonzepte: Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz (PDF, 159KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Sorptions- und gasmotorische Wärmepumpen

Die Basisförderung beträgt 150 Euro je Kilowatt installierter Nennwärmeleistung, mindestens jedoch: 6.750 Euro je Anlage (alle Wärmequellen).

Voraussetzungen für gasmotorische Wärmepumpen mit Erdsondenbohrung:

Allgemeine Technische Voraussetzungen

  • Einbau eines Gaszählers zur Erfassung aller von der Wärmepumpe aufgenommenen Brennstoffmengen
  • Einbau mindestens eines Wärmemengenzählers
    Die Messung aller durch die Wärmepumpe abgegebenen Wärmemengen wird verbindlich gefordert
  • Als Wärmeverteilsystem sind Flächenheizungen mit einem Anteil größer 50 Prozent zulässig
  • Nachweis hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage
    Ausnahme: Wärmepumpen mit Direktverdampfung durch Erdwärme und Direktkondensation im beheizten Gebäude (1-Kreis-Systeme)
  • Nachweis über die Anpassung der Heizkurve der Heizungsanlage an das entsprechende Gebäude
  • Nachweis über eine vertraglich geregelte Leistung, wonach ein Qualitätscheck der Wärmepumpe nach Ablauf eines Betriebsjahres durchgeführt werden wird

Technische Voraussetzungen für Wärmepumpen mit hohen Jahresarbeitszahlen

Vorlage Fachunternehmererklärung mit Nachweis Jahresheizzahl von mindestens 1,5

Technische Voraussetzungen für Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz

Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz sind Wärmepumpen mit zusätzlichen Anlagenteilen bzw. Sonderbauformen, wodurch eine verbesserte Systemeffizienz erreicht und damit ein Beitrag zur Reduzierung des Strombedarfs und der Netzlast, insbesondere während der kalten Witterung, geleistet wird.

Liste der förderfähigen Anlagenkonzepte: Wärmepumpen mit verbesserter Systemeffizienz (PDF, 159KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Zusatzförderung

Kombinationsbonus bei effizienten Wärmepumpen

Ein Kombinationsbonus von zusätzlich 500 Euro je Anlagenkombination ist möglich bei:

  • Gleichzeitiger Errichtung einer förderfähigen Solarthermie- oder Biomasseanlage
  • Gleichzeitiger Errichtung einer nicht nach diesen Richtlinien förderfähigen Solarkollektoranlage (Beispiel: Photovoltaisch-thermische Solarkollektoranlagen)
    Voraussetzungen:

    • Bruttokollektorfläche mindestens 7
    • Leistet einen Beitrag als Wärmequelle für die Wärmepumpe
  • Anschluss der Wärmepumpe an ein Wärmenetz

Lastmanagementfähigkeit

Eine Zusatzförderung von 500 Euro kann gewährt werden, wenn die Anlage über Schnittstellen verfügt, um die Wärmepumpe netzdienlich aktivieren zu können (Lastmanagementfähigkeit).

Voraussetzungen:

  • Gleichzeitige Errichtung eines Speichers mit einem Volumen von mindestens 30 Liter pro Kilowatt
  • Zertifikat „Smart Grid Ready“ (siehe Liste der Wärmepumpen mit Prüfnachweis) oder eine Herstellererklärung, dass die Anforderungen des Zertifikats erfüllt werden

Als Speicher werden reine Heiz- und Trinkwarmwasser-Speicher, Kombi-Speicher und die Kombination aus Heiz- und Trinkwarmwasser-Speicher anerkannt.

Gebäudeeffizienzbonus

Der Gebäudeeffizienzbonus von 50 % der Basisförderung kann gewährt werden, wenn die Anlage in einem effizienten Wohngebäude errichtet wird, das zum Gebäudebestand zählt.

Voraussetzungen:

Einzelmaßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage

Für Optimierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Errichtung einer Wärmepumpe kann einmalig ein Investitionszuschuss gewährt werden („Optimierungsbonus“). Der Zuschuss beträgt 10 Prozent der förderfähigen Investitionskosten (Netto), höchstens jedoch 50 Prozent der Basisförderung für die Wärmepumpe. Förderfähig sind Maßnahmen, die im Anhang I der Richtlinien erwähnt werden.

Nicht berücksichtigt werden können:

  • Maßnahmen, deren Durchführung Voraussetzung für die Förderbarkeit der Wärmepumpe sind
  • Investitionskosten, die bereits hinsichtlich anderer Fördermaßnahmen geltend gemacht werden/wurden

Die nachträgliche Optimierung einer bereits geförderten Anlage wird wie folgt bezuschusst:

Heizungscheck – Förderung einer Optimierung der Wärmepumpenanlage (mindestens 3 bis maximal 7 Jahre in Betrieb)

Wärmepumpencheck – Förderung einer Qualitätskontrolle der Wärmepumpe

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Antragstellung

Anträge für die Innovationsförderung sind vor Vorhabensbeginn zu stellen (zweistufiges Antragsverfahren).

Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen sowie die Erschließung der Wärmequelle dürfen vor Antragstellung durchgeführt werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Der Verwendungsnachweis ist nach Inbetriebnahme und spätestens vor dem Ablauf der im Bewilligungsbescheid genannten Vorlagefrist unter Vorlage der geforderten Unterlagen einzureichen. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises.

Um die Innovationsförderung zu beantragen, reichen Sie folgende Unterlagen ein:

  • Antrag auf Innovationsförderung für eine effiziente Wärmepumpe
  • Detailliertes Angebot
  • Bei Beantragung Wärmepumpe mit hoher Jahresarbeitszahl: Berechnung der Jahresarbeitszahl (JAZ)
  • Bei Beantragung Wärmepumpe mit verbesserte Systemeffizienz:

    • Separate Simulationsberechnung der Systemjahresarbeitszahl (SJAZ)
    • Kurze Beschreibung des Anlagenkonzepts

Sämtliche Zusatzförderungen sind im Rahmen der Verwendungsnachweiserklärung nach Durchführung der Maßnahme zu beantragen.

Contractoren

Auch interessierte Unternehmer, die als Energiedienstleister tätig sind oder zukünftig tätig sein möchten und bei ihren Kunden Wärmepumpen installieren, können die staatliche Förderung in Anspruch nehmen.

Den Antrag für die Innovationsförderung müssen Contractoren vor Vorhabensbeginn stellen (zweistufiges Antragsverfahren).

Auch Contractoren/Energiedienstleister können die staatliche Förderung in Anspruch nehmen. Folgendes ist dabei zu beachten:

  • Den Antrag für die Förderung müssen Contractoren grundsätzlich vor Vorhabensbeginn stellen (zweistufiges Antragsverfahren).
  • Vorhabensbeginn ist immer der Abschluss eines der Ausführung der Maßnahme dienenden Lieferungs- und Leistungsvertrages. Im Falle eines Contractingvorhabens ist dies der Contractingvertrag
  • Das heißt erst nach Antragseingang darf der Contractingvertrag zwischen Contractor und Contractingnehmer rechtsgültig unterzeichnet werden.
  • Der Zeitpunkt des Antrageingangs beim BAFA wird dem Antragsteller durch die postalische Zusendung einer Eingangsbestätigung mitgeteilt.
  • Planungsleistungen sowie die Erschließung der Wärmequelle dürfen vor Antragstellung durchgeführt werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Um die Förderung zu beantragen, reichen Sie folgende Unterlagen ein:

  • Antrag auf Innovationsförderung für eine effiziente Wärmepumpe
  • Detailliertes Angebot
  • Bei Beantragung Wärmepumpe mit hoher Jahresarbeitszahl: Berechnung der Jahresarbeitszahl (JAZ)
  • Bei Beantragung Wärmepumpe mit verbesserte Systemeffizienz:

    • Separate Simulationsberechnung der Systemjahresarbeitszahl (SJAZ)
    • Kurze Beschreibung des Anlagenkonzepts

Der Verwendungsnachweis ist nach Inbetriebnahme und spätestens vor dem Ablauf der im Bewilligungsbescheid genannten Vorlagefrist unter Vorlage folgender Unterlagen einzureichen:

  • Vollständige und auf den Contractor ausgestellte Rechnung in Kopie
  • Fachunternehmererklärung (Anlage Bewilligungsbescheid)
  • Contractingvertrag in Kopie
  • Erklärungen des Contractingnehmers

Mit der Rechnung weist der Contractor nach, dass ihm tatsächlich Kosten entstanden sind. Die Rechnung muss detailliert und auf den Contractor ausgestellt sein. Die Fachunternehmererklärung fragt die technischen Details der Anlage ab. Sie ist vom ausführenden Installateur auszufüllen und zu unterschreiben. Um die Auflage zu erfüllen, dass die geförderte Anlage mindestens sieben Jahre lang zweckentsprechend betrieben wird, muss der Contractingvertrag eine Laufzeit von mindestens sieben Jahren aufweisen.

Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach Abschluss der Prüfung des Verwendungsnachweises.

Beihilfeintensität

Informationen für gewerbliche Antragsteller und Contractoren zur Kürzung des Förderbetrages wegen Überschreitung der Beihilfeintensität finden Sie in unserem Merkblatt zur Beihilfeintensität bei der Förderung von Wärmepumpen (PDF, 209KB, Datei ist nicht barrierefrei).

Kumulierung

Bei Maßnahmen, die über das BAFA gefördert werden, darf die Gesamtförderung höchstens das Doppelte des nach diesen Richtlinien gewährten Förderbetrages betragen (insbesondere bei Inanspruchnahme ergänzender Förderprogramme der Bundesländer). Für den Fall, dass diese Höchstgrenze überschritten würde, werden die Fördermittel des Bundes auf die vorstehende Förderhöchstgrenze gekürzt.

Die Förderung nach diesen Richtlinien ist mit einer Förderung aus den im Rahmen des CO2 Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programmen nur bei folgenden KfW-Programmen kumulierbar: „Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153), „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167).

Weitere Informationen zur Kumulierung von Fördermaßnahmen – und was Sie dabei beachten sollten – finden Sie in der Auslegungshilfe für die Kumulierungsregelung (PDF, 47KB, Datei ist nicht barrierefrei).

Informationen zum Thema

Kontakt

  • Heizen mit Erneuerbaren EnergienBundesamt für Wirtschaft und AusfuhrkontrolleReferat 513 – Grundsatz Marktanreizprogramm Frankfurter Straße 29 – 35 65760 Eschborn Telefon: 06196 908-1625 Fax: 06196 908-1800ErreichbarkeitMontag bis Donnerstag: 08:30 Uhr – 16:00 Uhr
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