Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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Willkommenslotsen

Das Programm zur Unterstützung von Unternehmen bei der betrieblichen Integration von Flüchtlingen durch „Willkommenslotsen“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Zwei multi-ethnische Mann in Auto-Mechaniker Schule mit Motor Quelle: © iStock.com/kali9

Seit dem Frühjahr 2016 unterstützen rund 180 sogenannte „Willkommenslotsen“ bundesweit vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei allen Fragen rund um die Integration von Geflüchteten in Ausbildung, Praktikum oder Beschäftigung. Seit Veröffentlichung der neuen Förderrichtlinie am 28. September 2017 können jedoch auch Großunternehmen das Angebot der Willkommenslotsen in Anspruch nehmen. Die Willkommenslotsen suchen die Betriebe vor Ort auf, sensibilisieren für das Thema „Fachkräftesicherung“ und beraten zu den rechtlichen Rahmenbedingungen. Sie schlagen interessierten Unternehmen geeignete Bewerber/innen aus dem Kreis der Geflüchteten vor und unterstützen individuell bei bürokratischen und praktischen Fragestellungen – z. B. wie der neue Mitarbeiter an seinem ersten Arbeitstag in den Betrieb findet. Darüber hinaus informieren sie über regionale und nationale Förder- und Unterstützungsangebote und helfen bei den notwendigen Formalitäten. Damit die betriebliche Integration der Geflüchteten auch nachhaltig gelingt, arbeiten die Lotsen vor Ort mit einem breiten Netzwerk von relevanten Akteuren zusammen und helfen auch bei der Etablierung und Weiterentwicklung einer betrieblichen Willkommenskultur. Auf diese Weise soll sowohl bei den Personalverantwortlichen als auch bei der übrigen Belegschaft die Bereitschaft erhöht werden, Flüchtlinge auszubilden oder zu beschäftigen.

Zum Förderverfahren

Ziel der Förderung

Eine nachhaltige Integration von Flüchtlingen in Deutschland stellt eine große gesamtgesellschaftliche Herausforderung aber auch eine Chance für Deutschland dar. Durch eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt können Menschen, die nach Deutschland kommen und ein Bleiberecht haben, langfristig einen wertvollen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Die duale Ausbildung kann vor allem jungen Flüchtlingen eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt ermöglichen.

Handwerk und Mittelstand engagieren sich bereits in großem Ausmaß, um Flüchtlinge in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen. Auch die großen Unternehmen setzen sich mit vielfältigen Initiativen für die Integration der Flüchtlinge ein. Ein möglichst niedrigschwelliges und individuelles Unterstützungsangebot bei der betrieblichen Integration von Flüchtlingen, das an die Unternehmen aller Größenklassen in Deutschland gerichtet ist, liegt im Bundesinteresse. Es gleicht die Heterogenität der in den Bundesländern teilweise vorhandenen Programme zur Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen aus, regt Synergien zwischen den Aktivitäten der mittelständischen Wirtschaft und Großunternehmen an und unterstützt die Unternehmen bei allen Fragen rund um die Integration von Flüchtlingen in ausbildungsvorbereitende Maßnahmen, duale Ausbildung oder Beschäftigung.

Gegenstand der Förderung

Gefördert werden Beratungs- und Unterstützungsleistungen für Unternehmen aller Größenklassen, die von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kammern und anderen gemeinnützigen Organisationen der Wirtschaft mit den Zielen erbracht werden, die Betriebe für die Möglichkeit der Fachkräftesicherung aus dem Kreis der Flüchtlinge zu sensibilisieren und bei der Besetzung offener Ausbildungs- und Arbeitsstellen mit Flüchtlingen sowie bei der Etablierung und Weiterentwicklung einer Willkommenskultur für Flüchtlinge zu unterstützen.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Kammerorganisationen, insbesondere
    • die Handwerkskammern,
    • die Industrie- und Handelskammern und
    • die Kammern der Freien Berufe.
  • andere Organisationen der Wirtschaft, die gemeinnützig tätig sind oder von der Körperschaftssteuer freigestellt sind und deren Zweck unter anderem auf die Stärkung/Unterstützung des dualen Ausbildungssystems gerichtet ist, wie z.B. die Bildungswerke der Wirtschaft, die von Verbänden getragen werden.

Art und Höhe der Förderung

Gefördert werden bis zu 70 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben, bestehend aus den zur bedarfsgerechten Durchführung notwendigen projektbezogenen Personalausgaben (= Arbeitgeber-Brutto) bis zu einer Höhe, die grundsätzlich TVöD-Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes 10 entspricht, eine Sachausgabenpauschale in Höhe von 7,7 % der förderfähigen Personalausgaben sowie erforderliche Reisekosten auf der Basis des Bundesreisekostengesetzes. Die Projektträger erbringen mindestens 30 % der förderfähigen Gesamtausgaben in Form einer Eigenbeteiligung.

Die Zuwendung wird nach Erbringung der geforderten Nachweise auf der Grundlage tatsächlich verausgabter Mittel (Erstattungsprinzip) ausgezahlt.

Antragstellung/Antragsfrist/Ansprechpartner

Anträge auf Gewährung einer Zuwendung aus Mitteln des Bundeshaushalts im Sinne dieser Richtlinie sind jährlich bis zum 31. Oktober des dem Projektbeginn vorangehenden Haushaltsjahres einzureichen. Die Antragsformulare werden jährlich angepasst und rechtzeitig über den Zentralverband des Deutschen Handwerks e. V. (ZDH) zur Verfügung gestellt.

Der ZDH ist als zentrale Leit- und Prüfstelle in das Förderverfahren eingebunden. Die Anträge sind beim ZDH, Abteilung Gewerbeförderung, Mohrenstraße 20/21 in 10117 Berlin einzureichen. Er leitet die Anträge nach entsprechender (Vor-)Prüfung an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur abschließenden Entscheidung weiter.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Projektseite des ZDH.

Projektträger 2018

Als neuen Service und zur besseren Übersicht stellen wir Ihnen die Projekträger auf unserer interaktiven Karte zur Verfügung.

Informationen zum Thema

Kontakt

  • WillkommenslotsenBundesamt für Wirtschaft und AusfuhrkontrolleReferat 413 – Beratungsförderung Frankfurter Straße 29 – 35 65760 Eschborn Telefon: 06196 908-2713ErreichbarkeitMontag bis Donnerstag: 08:30 Uhr – 16:00 Uhr
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