Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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Willkommenslotsen

Das Programm „Willkommenslotsen“ als Erweiterung des Programms „Passgenaue Besetzung“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Zwei multi-ethnische Mann in Auto-Mechaniker Schule mit Motor Quelle: © iStock.com/kali9

Die hohe Anzahl an Asyl- und Schutzsuchenden, die vor Krieg, Verfolgung und Not aus ihrer Heimat geflüchtet sind, stellt Deutschland und Europa auf absehbare Zeit vor große Herausforderungen. Die ankommenden, vorwiegend jungen Menschen stellen aber angesichts der sich abzeichnenden demographischen Entwicklung auch eine Chance für die deutsche Wirtschaft dar.

Aus diesem Grund wurde das Programm „Passgenaue Besetzung“ um bis zu 150 zusätzliche „Willkommenslotsen“ erweitert. Die Willkommenslotsen stehen kleinen und mittleren Unternehmen bei allen Fragen rund um die betriebliche Integration von geflüchteten Menschen (Asylbewerber/innen, anerkannte Flüchtlinge mit Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis sowie Geduldete) zur Verfügung. Sie sollen Unternehmen für das Thema „Fachkräftesicherung“ sensibilisieren und die Bereitschaft wecken, Geflüchtete in Praktika, Einstiegsqualifizierungen, Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisse zu nehmen und damit zu integrieren. Sie unterstützen KMU bei der Besetzung von offenen Ausbildungs- und Arbeitsstellen mit geflüchteten Menschen. Darüber hinaus beraten sie KMU bei der Etablierung und Weiterentwicklung einer Willkommenskultur im Unternehmen.

Die Willkommenslotsen haben seit dem 1. März 2016 sukzessive Ihre Arbeit aufgenommen und stehen kleinen und mittelständischen Unternehmen vor Ort bei der betrieblichen Integration von geflüchteten Menschen zur Seite. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat hierzu rund 140 Vollzeitstellen bei den Kammern und anderen Wirtschaftsorganisationen bewilligt.

Zum Förderverfahren

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind

  • Kammerorganisationen, insbesondere
    • die Handwerkskammern,
    • die Industrie- und Handelskammern und
    • die Kammern der Freien Berufe.
  • andere Organisationen der Wirtschaft, die gemeinnützig tätig sind und deren Zweck unter anderem auf die Stärkung/Unterstützung des dualen Ausbildungssystems gerichtet ist, wie z. B. die Bildungswerke der Wirtschaft, die von Verbänden getragen werden.

Art und Höhe der Förderung

Gefördert werden bis zu 70 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben, bestehend aus den zur bedarfsgerechten Durchführung notwendigen projektbezogenen Personalausgaben (= Arbeitgeber-Brutto) bis zu einer Höhe, die grundsätzlich TVöD 10 entspricht, eine Sachausgabenpauschale in Höhe von 7,7 % der förderfähigen Personalausgaben sowie erforderliche Reisekosten auf der Basis des Bundesreisekostengesetzes. Die Projektträger erbringen mindestens 30 % der förderfähigen Gesamtausgaben in Form einer Eigenbeteiligung.

Die Zuwendung wird nach Erbringung der geforderten Nachweise auf der Grundlage tatsächlich verausgabter Mittel (Erstattungsprinzip) ausgezahlt.

Antragstellung/Antragsfrist

Anträge auf Gewährung einer Zuwendung aus Mitteln des Bundeshaushalts im Sinne dieser Richtlinie sind jährlich bis zum 30. September des dem Projektbeginn vorangehenden Haushaltsjahres einzureichen. Die Antragsformulare werden jährlich angepasst und rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

Projektträger 2017

Als neuen Service und zur besseren Übersicht stellen wir Ihnen die Projekträger auf unserer interaktiven Karte zur Verfügung.

Informationen zum Thema

Kontakt

  • WillkommenslotsenBundesamt für Wirtschaft und AusfuhrkontrolleReferat 413 – Beratungsförderung Frankfurter Straße 29 – 35 65760 Eschborn Telefon: 06196 908-2713ErreichbarkeitMontag bis Donnerstag: 08:30 Uhr – 16:00 Uhr
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