Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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03.04.2017Heizetikett: Beantragung einer Aufwandsentschädigung für Bezirkschornsteinfeger ab heute möglich

Eschborn. Seit dem 1. Januar 2017 müssen Bezirksschornsteinfeger sämtliche Heizungsaltanlagen mit einem neuen Effizienzlabel ausstatten.

Für diese Dienstleistung erhalten die Bezirksschornsteinfeger vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Aufwandsentschädigung von 8 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Der Präsident des BAFA, Andreas Obersteller, unterstreicht, dass durch das neue Effizienzlabel auch Heizungsbesitzer erreicht werden, die sich bislang keine Gedanken über die Effizienz ihres alten Heizkessels gemacht haben oder unsicher sind, ob sie in eine Neuanlage investieren sollen. „Das Label zeigt auf den ersten Blick, ob ein Heizkessel fit für die Zukunft ist, oder ob der alte Heizkessel gegen einen neuen ausgetauscht werden sollte. Eine effiziente Heizung hilft, einen unnötig hohen Energieverbrauch und hohe Kosten zu vermeiden. Gleichzeitig leistet sie einen Beitrag zum Klimaschutz“, so Obersteller. 

Ab heute können Schornsteinfeger eine Aufwandsentschädigung für die Anbringung des Heizungslabels beantragen. Dazu müssen Sie sich zunächst unter Heizungsetikett registrieren. In einem zweiten Schritt können sie mit den zugewiesenen Login-Daten das Online-Antragsformular ausfüllen. In diesem Schritt muss auch eine XML-Datei hochgeladen werden, deren Datensatz aus dem entsprechenden elektronischen Kehrbuch generiert wird. 

Auf seiner Internetseite stellt das BAFA weitere Informationen zum Thema bereit, beispielsweise einen Link zu einem Online-Rechner, mit dem jeder Interessierte die Effizienzklasse seiner Heizungsanlage selbst ermitteln kann. Zudem hat das BAFA für Fragen rund um das Heizungsetikett eine Hotline (06196 908-1001) eingerichtet. 

Die Ausstattung des Heizkessels mit dem Effizienzlabel erfolgt im Rahmen der turnusmäßigen Feuerstättenschau. Zunächst werden alle Heizungsaltanlagen bis zum Baujahr 1994 etikettiert. Insgesamt werden auf diese Weise in den nächsten acht Jahren 13 Millionen Heizkessel begutachtet. Jede Heizungsanlage erhält so eine individuelle Einstufung des energetischen Zustandes.  

Das durchschnittliche Alter von Heizungskesseln in Deutschland liegt bei fast 18 Jahren. Mehr als ein Drittel ist sogar älter als 20 Jahre. Der überwiegende Teil dieser alten Heizkessel erreicht nur die Effizienzklassen C, D, oder E und ist damit sehr ineffizient.