Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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Gegenüberstellung der Mindestanforderungen an den Inhalt eines Beratungsberichts nach BAFA-Checklisten (Stand 2014) und BAFA-Merkblatt zur Richtlinie 2017

Richtlinie über die Förderung der Energieberatung für Wohngebäude (Vor Ort-Beratung; individueller Sanierungsfahrplan)

Mit Datum vom 11. Oktober 2017 (Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 17. November.2017) hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Richtlinie zur Vor-Ort-Beratung neu gefasst. Die Mindestanforderungen an einen förderfähigen Energieberatungsbericht (z. B. in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans) werden danach nicht mehr in einer Anlage der Richtlinie, sondern in einem Merkblatt des BAFA in Abstimmung mit dem BMWi geregelt.t.

Die folgende Tabelle stellt die bisherigen Mindestanforderungen den geänderten bzw. neu gefassten gegenüber mit kurzen Hinweisen zum jeweiligen Hintergrund. Sie ist als unverbindliche Arbeitshilfe gedacht und ersetzt nicht das Studium des neuen Merkblatts des BAFA (veröffentlicht auf der BAFA-Homepage).

Beratungsoptionen
BAFA-Checklisten zur Richtlinie 2014BAFA-Merkblatt zur Richtlinie 2017Fundstelle MerkblattBemerkungen

Förderfähig ist eine Vor-Ort-Beratung, die dem Beratenen Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung aufzeigt. Dies ist der Fall, wenn der Berater in einem energetischen Sanierungskonzept nach Anlage 1 dieser Richtlinie entweder

  • die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus darstellt oder
  • einen Sanierungsfahrplan erstellt, der aufzeigt, wie das Gebäude umfassend, d. h. unter Einbeziehung der thermischen Hülle und der Anlagentechnik, in aufeinander abgestimmten Maßnahmen energetisch saniert werden kann.

Förderfähig ist eine Vor-Ort-Beratung, die dem Beratungsempfänger Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung aufzeigt. Dies ist der Fall, wenn das vom Berater erarbeitete individuelle Sanierungskonzept (z. B. in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans) mindestens einer der nachfolgenden Beratungsoptionen entspricht:

  • Schritt-für-Schritt-Sanierung: Diese zeigt auf, wie das Gebäude Schritt für Schritt über einen längeren Zeitraum energetisch umfassend saniert werden kann. Das Ziel ist eine möglichst weitgehende Senkung des Primärenergiebedarfs.
  • Gesamtsanierung in einem Zug zu einem KfW-Effizienzhaus: Diese zeigt auf, wie das Gebäude in einem Zug energetisch zu einem KfW-Effizienzhaus saniert werden kann.
Nr. II

Die Richtlinie 2017 gibt dem Beratenen weiterhin die Möglichkeit, zwischen zwei Beratungsvarianten zu wählen.

Neu ist die Möglichkeit, die Beratungsergebnisse in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) darzustellen.

Für beide Beratungsvarianten kann das neu entwickelte iSFP-Tool genutzt werden (Tool ist beim Softwareanbieter zu beziehen).
Als Energieberatungsbericht können beim BAFA die mittels des Tools erstellten Dokumente "Mein Sanierungsfahrplan“ sowie „Umsetzungshilfe für meine Maßnahmen" eingereicht werden. Sie müssen insgesamt den im Merkblatt formulierten Mindestanforderungen genügen, damit ein Zuschuss ausgezahlt werden kann.

Beratungsoption „Schritt-für-Schritt-Sanierung“

Ziel der Sanierung
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Der Sanierungsfahrplan hat aufzuzeigen, wie das Gebäude mit aufeinander abgestimmten Sanierungsmaßnahmen (Einzelmaßnahme oder Maßnahmenkombination) umfassend energetisch saniert werden kann.

Ziel einer Schritt-für-Schritt-Sanierung ist eine möglichst weitgehende Senkung des Primärenergiebedarfs für das Gebäude (Best-Möglich-Prinzip).Erforderlich sind Vorschläge zur Verbesserung der Energieeffizienz

  • 1.1.1 der Gebäudehülle sowie
  • 1.1.2 der Anlagentechnik unter Einbeziehung erneuerbarer Energien.

Für jeden Sanierungsschritt (Maßnahmenpaket) ist der Zeitraum oder geeignete Anlass der Ausführung (z.B. Kopplung mit Instandsetzung) vorzuschlagen.

Ein Sanierungsvorschlag ist erforderlich, wenn

  • der U-Wert eines Bauteils im Ist-Zustand nicht den Anforderungen der EnEV 2002 genügt,
  • die Anlagentechnik älter als 10 Jahre ist oder sie bislang keine Nutzung von erneuerbaren Energien integriert.
Nr. 1.1

Anpassung an iSFP.

Klare Vorgaben für Energieberater, für welche Bauteile und /oder Anlagentechnik Sanierungsvorschläge grundsätzlich zu machen sind.

Neu ist, dass der Zeitraum oder ein geeigneter Anlass der Sanierungsvorschläge dargelegt werden muss.

Ableitung aus Förderansatz, dass VOB generell nur für Wohngebäude möglich sind, deren energetisches Niveau schlechter als EnEV 2002 ist.

Altersgrenze für Anlagetechnik folgt aus der langfristigen Perspektive des iSFP.

Die bisherigen Ausnahmen (z. B. aus baurechtlichen oder bautechnischen Gründen) sind weiterhin möglich.

Zusammenfassende Darstellung
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Angaben zur Einsparung an Endenergie und CO2-EmissionenAngabe der berechneten Endenergiekosten im Ist-Zustand sowie im Zielzustand unter Berücksichtigung des ermittelten VerbrauchesNr. 1.2.2Anpassung an iSFP (siehe Dokument „Mein Sanierungsfahrplan“)
Angabe zur Einsparung an EndenergiekostenAngabe der berechneten Endenergiekosten im Ist-Zustand sowie im Zielzustand unter Berücksichtigung des ermittelten VerbrauchesNr. 1.2.3Anpassung an iSFP
Angabe zu den energiebedingten MehrkostenAngaben zu den geschätzten erforderlichen Gesamtinvestitionskosten sowie Instandhaltungskosten der jeweils empfohlenen SanierungsschritteNr. 1.2.4Anpassung an iSFP
Aussage zur Wirtschaftlichkeit für die erste Sanierungsmaßnahme unter Angabe einer geeigneten Kenngröße.EntfälltAngabe einer Kenngröße wird nicht mehr zwingend verlangt.
Angaben zu aktuellen Fördermöglichkeiten seitens des Bundes (Förderprogramm, Höhe der Förderung in Euro oder Prozent sowie Art der Förderung) für den ersten Sanierungsschritt.Nr. 1.2.5Anpassung an iSFP
Hinweis auf die Erforderlichkeit einer Baubegleitung einschließlich der hierfür nach Art und Höhe in Betracht kommenden Bundesfördermittel.Nr. 1.2.6Anpassung an iSFP
Hinweis auf weitere mit einer energetischen Sanierung verbundene Vorteile.Entfällt in der ZusammenfassungAnpassung an iSFP (entsprechende Hinweise sind im Dokument „Umsetzungshilfe für Ihre Maßnahmen“ enthalten).
Energetisches Sanierungskonzept
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Angaben der einzusparenden Endenergie und CO2-EmissionenAngaben des berechneten Primärenergiebedarfes, Endenergiebedarfes und der CO2-Emissionen für den Ist-Zustand sowie nach Durchführung der jeweils empfohlenen Sanierungsschritte.Nr. 1.4.5Anpassung an iSFP
Angabe der einzusparenden EnergiekostenAngabe der berechneten Endenergiekosten unter Berücksichtigung des ermittelten Verbrauches für den Ist-Zustand sowie nach Durchführung der jeweils empfohlenen Sanierungsschritte.Nr. 1.4.6Anpassung an iSFP
Bewertung der Wirtschaftlichkeit der ersten im Rahmen des Sanierungsfahrplans vorgeschlagenen Maßnahme unter Angabe einer geeigneten Kenngröße (z. B. Amortisationsdauer) auf Basis der energiebedingten Mehrkosten.EntfälltAngabe einer Kenngröße wird nicht mehr zwingend verlangt.
Erklärung des Unterschieds zwischen energiebedingten Mehr- und VollkostenAngaben zu den geschätzten erforderlichen Gesamtinvestitionskosten sowie Instandhaltungskosten der jeweils empfohlenen Sanierungsschritte.Nr. 1.4.7Anpassung an iSFP
Hinweis auf mögliche Fördermittel des Bundes unter Bezeichnung des FörderprogrammsEntfällt hierNr. 1.2.5Anpassung an iSFP (in „Zusammenfassung“, d. h. im Dokument „Mein Sanierungsfahrplan“ enthalten).
Hinweis auf die Erforderlichkeit einer Baubegleitung einschließlich der hierfür nach Art und Höhe in Betracht kommenden Bundesfördermittel.Entfällt hierNr. 1.2.6Anpassung an iSFP (in „Zusammenfassung“, d. h. im Dokument „Mein Sanierungsfahrplan“ enthalten).

Beratungsoption „Gesamtsanierung in einem Zug“ zu einem KfW-Effizienzhaus

Ziel der Sanierung
BAFA-Checklisten zur Richtlinie 2014BAFA-Merkblatt zur Richtlinie 2017Fundstelle MerkblattBemerkungen
Förderfähig ist ein energetisches Sanierungskonzept, das aufzeigt, wie durch zeitlich zusammenhängende Maßnahmen ein energetisches Niveau erreicht werden kann, das einem KfW-Effizienzhaus entspricht
Ist die Erreichung eines KfW-Effizienzhausniveaus mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand oder aus sonstigen Gründen nicht möglich, so ist dies im Energieberatungsbericht nachvollziehbar zu begründen.
Ziel der Gesamtsanierung in einem Zug ist es, ein KfW-Effizienzhausniveau zu erreichen.
Wenn das erreichte energetische Niveau nicht einem KfW-Effizienzhaus entspricht, muss der Berater dies begründen.
Nr. 2.1Keine Änderungen, Ziel der Sanierung bleibt ein KfW-Effizienzhausniveau.
Zusammenfassende Darstellung
BAFA-Checklisten zur Richtlinie 2014BAFA-Merkblatt zur Richtlinie 2017Fundstelle MerkblattBemerkungen
Angaben zur Einsparung an Endenergie und CO2-EmissionenAngaben des berechneten Primärenergiebedarfes, Endenergiebedarfes und der CO2-Emissionen für den Ist-Zustand sowie für den ZielzustandNr. 2.2.2Anpassung an iSFP
Angabe zur Einsparung an EndenergiekostenAngabe der berechneten Endenergiekosten im Ist-Zustand sowie im Zielzustand unter Berücksichtigung des ermittelten VerbrauchesNr. 2.2.3Anpassung an iSFP
Angabe der energiebedingten MehrkostenAngaben zu den geschätzten Gesamtinvestitionskosten sowie den Instandhaltungskosten.Nr. 2.2.4Anpassung an iSFP
Aussage zur Wirtschaftlichkeit einer Sanierung in einem Zug unter Angabe einer geeigneten KenngrößeEntfälltAngabe einer Kenngröße wird nicht mehr zwingend verlangt.
Angaben zu aktuellen Fördermöglichkeiten des Bundes (Förderprogramm, Höhe der Förderung in Euro oder Prozent sowie Art der Förderung)Nr. 2.2.5Anpassung an iSFP
Hinweis auf die Erforderlichkeit einer Baubegleitung einschließlich der hierfür nach Art und Höhe in Betracht kommenden Bundesfördermittel.Nr. 2.2.6Anpassung an iSFP
Hinweis auf weitere Vorteile, die mit einer energetischen Sanierung verbunden sindEntfällt in der ZusammenfassungAnpassung an iSFP (entsprechende Hinweise sind im Dokument „Umsetzungshilfe für Ihre Maßnahmen“ enthalten)
Energetisches Sanierungskonzept
BAFA-Checklisten zur Richtlinie 2014BAFA-Merkblatt zur Richtlinie 2017Fundstelle MerkblattBemerkungen
Angaben der einzusparenden Energie und CO2-Emissionen.Angaben des berechneten Primärenergiebedarfes, des Endenergiebedarfes und der CO2-Emissionen, für den Ist-Zustand sowie den ZielzustandNr. 2.4.3Anpassung an iSFP
Angabe der einzusparenden EnergiekostenAngaben der berechneten Endenergiekosten im Ist-Zustand sowie im Zielzustand unter Berücksichtigung des ermittelten VerbrauchesNr. 2.4.4Anpassung an iSFP
Bewertung der Wirtschaftlichkeit unter Angabe einer geeigneten Kenngröße (z. B. Amortisationsdauer) auf Basis der energiebedingten Mehrkosten darzustellen.EntfälltAngabe einer Kenngröße wird nicht mehr zwingend verlangt.
Erklärung des Unterschieds zwischen energiebedingten Mehr- und VollkostenAngaben zu den jeweils geschätzten Gesamtinvestitionskosten der Maßnahmen sowie den InstandhaltungskostenNr. 2.4.5Anpassung an iSFP
Hinweis auf mögliche Fördermittel des Bundes unter Bezeichnung des Förderprogramms.EntfälltNr. 2.2.5Anpassung an iSFP (in „Zusammenfassung“, d. h. im Dokument „Mein Sanierungsfahrplan“ enthalten)
Hinweis auf die Erforderlichkeit einer Baubegleitung einschließlich der hierfür nach Art und Höhe in Betracht kommenden Bundesfördermittel.EntfälltNr. 2.2.6Anpassung an iSFP (in „Zusammenfassung“, d. h. im Dokument „Mein Sanierungsfahrplan“ enthalten)