22.04.2010: Vielseitiges Programm in einer vielseitigen Behörde
Der diesjährige Girls’ Day im Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stand ganz im Zeichen der Vielfalt der Tätigkeiten und Berufe in unserer breit aufgestellten Behörde. Das Motto lautete wieder: „Behördenarbeit - doch spannender als man denkt!“
10 Jahre Girls’ Day in Deutschland: Das war für das BAFA nach vielen Jahren Teilnahme auch Grund genug, seine Entwicklung auf noch abwechslungsreichere und informativere Weise den Mädchen zu präsentieren. Zum siebten Mal hatten 18 Schülerinnen ab der fünften Klasse die Möglichkeit, in technische und naturwissenschaftliche Berufe hineinzuschnuppern und die wichtigsten Arbeitsbereiche des BAFA kennenzulernen.
Auch ernste Themen wie die Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen oder eben der Handel mit sensiblen Bauteilen oder Stoffen hierfür wurden anschaulich dargestellt. Was ist das sicherheitspolitische Umfeld? Wie setzt das BAFA die vielen Rechtsakte konkret um, damit Ausfuhrkontrolle ihren Zweck erfüllen kann? - Nur einige der Fragen, denen wir auf den Grund gingen.
In schwerpunktmäßigen Vorträgen ging es dann genauer darum, was Exportkontrolle eigentlich bedeutet und warum hiermit zwei ganze Abteilungen befasst sind. An den Rückfragen aus dem jungen Publikum war deutlich abzulesen: Die Gelegenheit, aus Nachrichten und Gesprächen bekannte Themen dort erklärt zu bekommen, wo tagtäglich damit gearbeitet wird, wollte sich niemand entgehen lassen.
Der Bereich Energiewirtschaft und Klimaschutz stellte sich unter dem Titel „Mein Haus soll nicht frieren“ vor. Wie Erneuerbare Energien und Energieeinsparung unsere Umwelt schützen können, darüber waren die Mädchen gut informiert und zeigten entsprechend großes Interesse für die Förderprogramme aus diesem Bereich.
Speziell zum Arbeitsbereich von Juristinnen gab es einen weiteren Vortrag, zieht sich dieses Fach doch durch sämtliche Aufgabenbereiche der öffentlichen Verwaltung.
Feuer und eine Menge Qualm gab es dann bei chemischen Experimenten, die zeigten, welch verblüffende Energie sich durch scheinbar einfache Reaktionen zwischen handelsüblichen Stoffen entlädt.
Da auch moderne Behördenarbeit ohne zeitgemäße IT nicht denkbar ist, war eine Hälfte des praktischen Teils der Frage „Wie werde ich IT’ler" / „Das Rechenzentrum im BAFA“ gewidmet. Hier konnte mit Hilfe eines kleinen Programms selbst probiert werden, wie die Grundlagen einer Homepage entwickelt werden.
Die andere Hälfte war ein Technikwettbewerb. Hierbei konnten sie anhand von Beispielen eigenständig entscheiden, welche Waren in kritische und nicht kritische Länder exportiert werden dürfen oder nicht. Die Beteiligung hierbei war sehr groß und es wurde auch heftigst diskutiert.
Da zwei Gruppen abwechselnd teilnahmen, kam niemand zu kurz und alle Besucherinnen konnten auch beide Bereiche miterleben.
Die Ausbildungsmöglichkeiten wurden von den Azubis des Bundesamtes selbst vorgestellt und rundeten das Programm ab. Sie standen Rede und Antwort und konnten Anreize und Perspektiven eröffnen.
Fast schon traditionell war das gemeinsame BAFA-Outburst-Spiel zum Schluss des Tages, bei dem Begriffe zu wichtigen Bereichen aus Staat und Gesellschaft sowie Informationen vom Tag innerhalb kürzester Zeit in die Runde gerufen werden mussten.
Am Ende des spannenden und lehrreichen Tages überreichte BAFA-Präsident Dr. Arnold Wallraff die Teilnahme-Urkunden an die Mädchen.
Die siegreiche Gruppe des Technikwettbewerbes wurde vom Bürgermeister der Stadt Eschborn, Wilhelm Speckhardt mit Preisen ausgezeichnet und jede(r) nahm ein Erinnerungsfoto, das am Schreibtisch des Präsidenten gemacht worden war, als Erinnerung mit nach Hause.




